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Schön, dass du da bist!

Hey, ich bin Liv und das ist mein Blog. Ich wünsche dir eine tolle Zeit auf TYFE — es gibt viel zu entdecken!
Japan ist jetzt nicht unbedingt das Land der unbegrenzten Burger-Exzesse. Aber es ist auch nicht schwer, an ein leckeres Patty zwischen zwei geilen Buns heranzukommen. Und zum Glück gibt es mittlerweile auch in Tokyo ein paar vegane Burgerläden - oder zumindest welche mit veganem Angebot! Damit ihr auf eurer nächsten Japanreise auch in den Genuss kommt, möchte ich euch heute drei vegetarische & vegane Burger-Restaurants in Tokyo vorstellen:

Burger – バーガー

Für mich persönlich ist muss ein veganer/vegetarischer Burger mehr sein, als einfach "nur" ein bisschen Gemüse zwischen zwei Brötchen. Ich LIEBE fleischlose Patties, zum Beispiel aus schwarzen Bohnen – und auch einem gut eingelegten Seitan-Patty bin ich durchaus nicht abgeneigt.
In Deutschland findet ihr eigentlich in jedem Burger-Restaurant mindestens eine vegetarische Variante auf der Karte. in Tokyo sieht das dagegen schon etwas anders aus. Aber die nachfolgenden drei Restaurants sind für euch auf jedenfall eine gute Anlaufstelle, wenn es euch nach fleischfreien Burgern durstet!

🍔 Veganic To Go

Bei meiner Recherche nach veganen Burgerläden bin ich ziemlich schnell auf das Veganic To Go gestoßen. Die charakteristischen schwarzen "charcoal buns" hatte ich schon auf Instagram entdeckt und fühlte mich magisch angezogen, wie von fast jedem Food-Hype ;) 
Das Veganic To Go liegt ein wenig abgeschieden in einer Seitenstraße im sonst sehr lauten Roppongi – wahrscheinlich lauft ihr beim ersten Mal dran vorbei, weil ihr gar nicht glaubt, dass hier ein geiler Burgerladen wartet. Direkt im Erdgeschoss entdeckt ihr dann doch den Eingang – wenn ihr vorher nicht zum National Art Center abbiegt und euren Hunger an Kultur stillt, das liegt nämlich direkt daneben!
Vegantic to go: Veganer Burger in Tokyo
Vegan Teriyaki Chicken Burger
Aber jetzt zurück zum Essen: Ich hatte den Vegan Teriyaki Chicken Burger und müsste ich allein den Burger bewerten, würde ich eine 9.5/10 geben. Ich hätte gerne mehr von dem "Teriyaki Chicken" im Burger gehabt und dafür weniger Salat, aber alles in allem war der Geschmack sehr gut! 
Nun lasst uns aber kurz über das Menü reden, das ich zum Burger bestellt habe: "Pommes", Beilagensalat & Getränk. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, waren die Pommes drei kleine Kartoffeln und der Beilagensalat drei (leider schon lapprige) Edamame. Darauf kann ich beim nächsten Mal gerne verzichten! Denn für knapp 2.100 Yen ist das ganz schön viel Geld für wenig (und nicht gerade leckeres) Beiwerk. 
Dafür gibt es neben den Burgern noch allerlei andere vegane Köstlichkeiten zu entdecken, von denen ihr auf jeden Fall satt werdet – wenn ihr Glück habt und einen der begehrten 10 Plätze im Lokal ergattern könnt. Ja, es ist ein sehr kleiner Laden!

Eingang zum Veganic To Go in Tokyo
Veganic To Go
Die Öffnungszeiten findet ihr auf der Website von Veganic To Go.
Geschmack: 🍔🍔🍔🍔 -
Bestellung: an der Theke, englisches Menü vorhanden
Kosten: ca. 2.100 Yen (im Menü)
Adresse: 六本木7-4-14 乃木坂スタジオ 1F, Minato-ku, Tokyo, Japan 106-0032


🍔 Ain SOPH. Ripple

An diesem genialen Burgerladen bin ich die ersten zwei Male einfach vorbei gelaufen (scheint mir in Tokyo öfter zu passieren), ehe ich gecheckt habe, welche Perle da meinen Weg kreuzt! Burger, Burritos, Bowls & Mac'n'Cheese – alles ist hier vegan, sogar das Dessert. Bei meinem ersten Besuch entschied ich mich für den Ripple Cheese Burger und wurde nicht enttäuscht: ein solider Burger, der mich auf jeden Fall satt und glücklich machte.
Ain Soph Ripple Tokyo
Ripple Cheese Burger
Auch die Pommes waren richtig gut: dick und innen fluffig. Ein weiterer Pluspunkt: Auf den Tischen waren Ketchup, Senf und eine Art Mayonnaise verteilt, so dass man sich selbst bedienen konnte (kommt mir als Soßenkind natürlich super entgegen!)
Beim zweiten Besuch durfte ich mir den Crispy Soy Chicken Burger einverleiben – und der war sogar noch mal ein kleines bisschen geiler als der Cheese Burger! Ein kleiner Wermutstropfen: Bei unserem zweiten Besuch vergaß die Bedienung einen Teil unserer Bestellung. Wir merkten das erst nach dem Blick auf die Rechnung – und 20 Minuten Wartezeit. Gar nicht schlimm, wir hätten es womöglich eh nicht alles geschafft! Auf jeden Fall eine klare Empfehlung für das Ain SOPH. Ripple!

Geschmack: 🍔🍔🍔🍔🍔
Bestellung: an der Theke, englisches Menü vorhanden
Kosten: ca. 1.280 Yen
Adresse: Japan, 〒160-0021 Tokyo, Shinjuku City, Kabukicho, 2 Chome−46−8 新宿日章ビル 1F


🍔 Mos Burger

Die in Japan weit verbreitete Fast-Food-Kette Mos Burger hat dieses Jahr neben ihrem vegetarischen Reis-Burger auch einen neuen, komplett veganen Burger herausgebracht: den Mos Plant-Based Green Burger. Sein Patty besteht aus Sojabohnen und Konnyaku, ansonsten ist er relativ "normal" belegt: Salat, Tomate, Soße. Mit rund 600 Yen zählt er zu den eher teuren Food-Items der Kette – und die Rezensionen im Internet sind auch eher durchwachsen. Noch dazu gibt es ihn (Stand September 2020) nur in acht Filialen in Tokyo & einer Filiale Kanagawa. Wenn ich das nächste Mal in Japan bin, werde ich ihn auf jeden Fall probieren und euch berichten, wie er geschmeckt hat! 
Im Video könnt ihr euch noch ein Bild vom Burger machen:


PS: Lust auf noch mehr vegane & vegetarische Hotspots in Tokyo? Die findest du in meinem Ramen-Beitrag!

Vegetarische & vegane Burger in Tokyo

Japan ist jetzt nicht unbedingt das Land der unbegrenzten Burger-Exzesse. Aber es ist auch nicht schwer, an ein leckeres Patty zwischen zwei geilen Buns heranzukommen. Und zum Glück gibt es mittlerweile auch in Tokyo ein paar vegane Burgerläden - oder zumindest welche mit veganem Angebot! Damit ihr auf eurer nächsten Japanreise auch in den Genuss kommt, möchte ich euch heute drei vegetarische & vegane Burger-Restaurants in Tokyo vorstellen:

Burger – バーガー

Für mich persönlich ist muss ein veganer/vegetarischer Burger mehr sein, als einfach "nur" ein bisschen Gemüse zwischen zwei Brötchen. Ich LIEBE fleischlose Patties, zum Beispiel aus schwarzen Bohnen – und auch einem gut eingelegten Seitan-Patty bin ich durchaus nicht abgeneigt.
In Deutschland findet ihr eigentlich in jedem Burger-Restaurant mindestens eine vegetarische Variante auf der Karte. in Tokyo sieht das dagegen schon etwas anders aus. Aber die nachfolgenden drei Restaurants sind für euch auf jedenfall eine gute Anlaufstelle, wenn es euch nach fleischfreien Burgern durstet!

🍔 Veganic To Go

Bei meiner Recherche nach veganen Burgerläden bin ich ziemlich schnell auf das Veganic To Go gestoßen. Die charakteristischen schwarzen "charcoal buns" hatte ich schon auf Instagram entdeckt und fühlte mich magisch angezogen, wie von fast jedem Food-Hype ;) 
Das Veganic To Go liegt ein wenig abgeschieden in einer Seitenstraße im sonst sehr lauten Roppongi – wahrscheinlich lauft ihr beim ersten Mal dran vorbei, weil ihr gar nicht glaubt, dass hier ein geiler Burgerladen wartet. Direkt im Erdgeschoss entdeckt ihr dann doch den Eingang – wenn ihr vorher nicht zum National Art Center abbiegt und euren Hunger an Kultur stillt, das liegt nämlich direkt daneben!
Vegantic to go: Veganer Burger in Tokyo
Vegan Teriyaki Chicken Burger
Aber jetzt zurück zum Essen: Ich hatte den Vegan Teriyaki Chicken Burger und müsste ich allein den Burger bewerten, würde ich eine 9.5/10 geben. Ich hätte gerne mehr von dem "Teriyaki Chicken" im Burger gehabt und dafür weniger Salat, aber alles in allem war der Geschmack sehr gut! 
Nun lasst uns aber kurz über das Menü reden, das ich zum Burger bestellt habe: "Pommes", Beilagensalat & Getränk. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, waren die Pommes drei kleine Kartoffeln und der Beilagensalat drei (leider schon lapprige) Edamame. Darauf kann ich beim nächsten Mal gerne verzichten! Denn für knapp 2.100 Yen ist das ganz schön viel Geld für wenig (und nicht gerade leckeres) Beiwerk. 
Dafür gibt es neben den Burgern noch allerlei andere vegane Köstlichkeiten zu entdecken, von denen ihr auf jeden Fall satt werdet – wenn ihr Glück habt und einen der begehrten 10 Plätze im Lokal ergattern könnt. Ja, es ist ein sehr kleiner Laden!

Eingang zum Veganic To Go in Tokyo
Veganic To Go
Die Öffnungszeiten findet ihr auf der Website von Veganic To Go.
Geschmack: 🍔🍔🍔🍔 -
Bestellung: an der Theke, englisches Menü vorhanden
Kosten: ca. 2.100 Yen (im Menü)
Adresse: 六本木7-4-14 乃木坂スタジオ 1F, Minato-ku, Tokyo, Japan 106-0032


🍔 Ain SOPH. Ripple

An diesem genialen Burgerladen bin ich die ersten zwei Male einfach vorbei gelaufen (scheint mir in Tokyo öfter zu passieren), ehe ich gecheckt habe, welche Perle da meinen Weg kreuzt! Burger, Burritos, Bowls & Mac'n'Cheese – alles ist hier vegan, sogar das Dessert. Bei meinem ersten Besuch entschied ich mich für den Ripple Cheese Burger und wurde nicht enttäuscht: ein solider Burger, der mich auf jeden Fall satt und glücklich machte.
Ain Soph Ripple Tokyo
Ripple Cheese Burger
Auch die Pommes waren richtig gut: dick und innen fluffig. Ein weiterer Pluspunkt: Auf den Tischen waren Ketchup, Senf und eine Art Mayonnaise verteilt, so dass man sich selbst bedienen konnte (kommt mir als Soßenkind natürlich super entgegen!)
Beim zweiten Besuch durfte ich mir den Crispy Soy Chicken Burger einverleiben – und der war sogar noch mal ein kleines bisschen geiler als der Cheese Burger! Ein kleiner Wermutstropfen: Bei unserem zweiten Besuch vergaß die Bedienung einen Teil unserer Bestellung. Wir merkten das erst nach dem Blick auf die Rechnung – und 20 Minuten Wartezeit. Gar nicht schlimm, wir hätten es womöglich eh nicht alles geschafft! Auf jeden Fall eine klare Empfehlung für das Ain SOPH. Ripple!

Geschmack: 🍔🍔🍔🍔🍔
Bestellung: an der Theke, englisches Menü vorhanden
Kosten: ca. 1.280 Yen
Adresse: Japan, 〒160-0021 Tokyo, Shinjuku City, Kabukicho, 2 Chome−46−8 新宿日章ビル 1F


🍔 Mos Burger

Die in Japan weit verbreitete Fast-Food-Kette Mos Burger hat dieses Jahr neben ihrem vegetarischen Reis-Burger auch einen neuen, komplett veganen Burger herausgebracht: den Mos Plant-Based Green Burger. Sein Patty besteht aus Sojabohnen und Konnyaku, ansonsten ist er relativ "normal" belegt: Salat, Tomate, Soße. Mit rund 600 Yen zählt er zu den eher teuren Food-Items der Kette – und die Rezensionen im Internet sind auch eher durchwachsen. Noch dazu gibt es ihn (Stand September 2020) nur in acht Filialen in Tokyo & einer Filiale Kanagawa. Wenn ich das nächste Mal in Japan bin, werde ich ihn auf jeden Fall probieren und euch berichten, wie er geschmeckt hat! 
Im Video könnt ihr euch noch ein Bild vom Burger machen:


PS: Lust auf noch mehr vegane & vegetarische Hotspots in Tokyo? Die findest du in meinem Ramen-Beitrag!
Wer als Vegetarier oder Veganer nach Japan reist, wird sicherlich wissen, was kulinarisch auf ihn zu kommt: einige Hürden. Denn: nur, weil man kein Fleisch isst, bedeutet das für viele japanische Restaurants noch lange nicht, dass man auch keinen Fisch äße.  In meinen zwei Monaten in Tokyo habe ich einige vegetarische und vegane Restaurants aufgesucht, die ich euch gerne vorstellen möchte! Im ersten Teil dreht sich heute alles um Ramen. 

Ramen - ラーメン


Vegetarische oder gar vegane Ramen in Japan zu finden, ist zum Glück möglich, aber nicht sooo einfach. Die wenigstens Restaurants haben eine vegetarische/vegane Alternative auf der Karte und nur, weil eine Suppe als "Vegetable Ramen" ausgezeichnet ist, bedeutet das nicht, dass sie kein Fleisch als Einlage enthält. Nur eben zusätzlich mehr Gemüse. Zum Glück haben mittlerweile auch einige Ramen-Restaurants erkannt, dass vegetarische und vegane Ramen durchaus sinnvoll und lecker sein können. 

Ramen sind für mich das Lebenselixier schlecht hin. Ich sehne mich nach der reichhaltigen Brühe, den genialen Nudeln und den butterweichen Einlagen. Zuhause bekomme ich sie einfach nie so gut hin und verliere mich in Tagträumen. Damit ihr diese Träume auch mal erleben könnt, starte ich direkt mit meinen vier veganen Ramen-Restaurants in Tokyo!

Kyushu Jangara Ramen

Schon vor drei Jahren entdeckt und lieb gewonnen: Die mittlerweile drei Filialen von Kyushu Jangara Ramen bieten in ihrem Menü mindestens eine vegane Ramen an. In Harajuku findet ihr sogar zwei verschiedene vegane Ramen, einmal mit intensiver Shoyu-Brühe und einmal mit einer leichteren Shio-Brühe! 

Mein Problem bei vielen veganen/vegetarischen Ramen: Sie erinnern mich viel zu oft an Gemüsesuppen. Nicht so bei Kyushu Jangara Ramen. Die Brühe ist kräftig und geschmackvoll, die Einlagen erinnern an "echte" Ramen und die veganen Nudeln schmecken mir sogar noch besser, als die originalen! Für mich die besten (veganen) Ramen, die ich je gegessen habe. Ein kleiner Wehrmutstropfen: Kyushu Jangara Ramen ist in den letzten Jahren so beliebt geworden, dass ihr euch auch hier auf eine etwas längere Wartezeit einstellen müsst.


Geschmack: 🍜🍜🍜🍜🍜
Bestellung: beim Personal, englisches Menü vorhanden
Kosten: ca. 1.000 Yen
Adresse: 3 Chome-11-6 Sotokanda, Chiyoda City, Tokyo 101-0021, Japan

Afuri

Afuri empfahl mir eine Mitschülerin und ich muss gestehen, dass waren wahrscheinlich die schönsten Ramen, die ich je gegessen habe. Sehr instagram-worthy, nur leider geschmacklich eher auf dem Niveau einer Gemüsesuppe. Ihr bestellt am Automaten und wartet dann, bis ein Platz an der Theke frei wird. Voraussetzung ist natürlich, dass ihr das Afuri in den Untiefen des Luminer 2 an der Shinjuku-Station überhaupt findet ;) Kleiner Tipp: Wenn ihr mit dem Fahrstuhl bis in den Keller fahrt, seid ihr schon mal auf dem richtigen Weg!


Geschmack: 🍜🍜🍜--
Bestellung: am Automaten (englische Beschriftung vorhanden)
Kosten: ca. 1.380 Yen
Adresse: Japan, 〒160-0023 Tokyo, Shinjuku City, Nishishinjuku, 1 Chome−1−5 ルミネ1 B2F

Soranoiro NIPPON

Im Food Court der Tokyo Station findet ihr Soranoiro NIPPON. Hier bestellt ihr (wie schon bei Afuri) am Ticketautomaten und wartet dann auf eure veganen Ramen. Wir waren hier 2018 nach unserer Japan-Rundreise und nun ja, sagen wir es so ... Es hat nicht gereicht, um dieses Jahr noch mal hinzugehen. Die Ramen waren enttäuschend, auch wenn sie eine gute Schärfe hatten! Das altbekannte "eher Gemüsesuppe als Ramen"-Problem. Das Ei auf dem Foto habe ich mir übrigens extra bestellt, das ist sonst natürlich nicht mit dabei!

PS: Bei meiner Recherche hat sich herausgestellt, dass Soranoiro NIPPON mittlerweile noch mehr Ramen anbietet. Es lohnt sich also ein weiterer Besuch!
Geschmack: 🍜🍜---
Bestellung: am Automaten (freundliche Bedienung hilft gerne weiter)
Kosten: zwischen 1.200 und 1.700 Yen
Adresse: Adresse: Japan, 〒100-0005 Tokyo, Chiyoda City, Marunouchi, 1 Chome−9−1 東京駅一番街地下ラーメンストリート

Noodle Stand Tokyo

Die veganen Coconut Ramen beim Noodle Stand Tokyo landen für mich auf Platz 2 hinter Kyushu Jangara Ramen. Auch diese bestellt ihr am Ticketautomaten (die veganen Ramen sind auch hier extra gekennzeichnet) und ergattert mit etwas Glück auch direkt einen Sitzplatz in diesem sehr kleinen Lokal. 

Auch wenn die Ramen eher weniger mit den hier vorgestellten Suppen zu vergleichen sind, schmecken sie ausgesprochen gut. Die Einlagen sind ausgefallen(er) und reichlich vorhanden, so dass ihr auf jeden Fall gesättigt aus dem Lokal kugelt.

Geschmack: 🍜🍜🍜🍜 -
Bestellung: am Automaten
Kosten: ca. 1.000 Yen
Adresse: Japan, 〒150-0001 Tokyo, Shibuya City, 21, 神宮前1-21-15ナポレ原宿B1F


Welche Ramen würdet ihr gerne probieren? Und habt ihr vielleicht noch DEN Tipp, welche vegetarischen oder veganen Ramen man in Tokyo unbedingt probieren sollte?


4 vegetarische & vegane Ramen-Restaurants in Tokyo

Wer als Vegetarier oder Veganer nach Japan reist, wird sicherlich wissen, was kulinarisch auf ihn zu kommt: einige Hürden. Denn: nur, weil man kein Fleisch isst, bedeutet das für viele japanische Restaurants noch lange nicht, dass man auch keinen Fisch äße.  In meinen zwei Monaten in Tokyo habe ich einige vegetarische und vegane Restaurants aufgesucht, die ich euch gerne vorstellen möchte! Im ersten Teil dreht sich heute alles um Ramen. 

Ramen - ラーメン


Vegetarische oder gar vegane Ramen in Japan zu finden, ist zum Glück möglich, aber nicht sooo einfach. Die wenigstens Restaurants haben eine vegetarische/vegane Alternative auf der Karte und nur, weil eine Suppe als "Vegetable Ramen" ausgezeichnet ist, bedeutet das nicht, dass sie kein Fleisch als Einlage enthält. Nur eben zusätzlich mehr Gemüse. Zum Glück haben mittlerweile auch einige Ramen-Restaurants erkannt, dass vegetarische und vegane Ramen durchaus sinnvoll und lecker sein können. 

Ramen sind für mich das Lebenselixier schlecht hin. Ich sehne mich nach der reichhaltigen Brühe, den genialen Nudeln und den butterweichen Einlagen. Zuhause bekomme ich sie einfach nie so gut hin und verliere mich in Tagträumen. Damit ihr diese Träume auch mal erleben könnt, starte ich direkt mit meinen vier veganen Ramen-Restaurants in Tokyo!

Kyushu Jangara Ramen

Schon vor drei Jahren entdeckt und lieb gewonnen: Die mittlerweile drei Filialen von Kyushu Jangara Ramen bieten in ihrem Menü mindestens eine vegane Ramen an. In Harajuku findet ihr sogar zwei verschiedene vegane Ramen, einmal mit intensiver Shoyu-Brühe und einmal mit einer leichteren Shio-Brühe! 

Mein Problem bei vielen veganen/vegetarischen Ramen: Sie erinnern mich viel zu oft an Gemüsesuppen. Nicht so bei Kyushu Jangara Ramen. Die Brühe ist kräftig und geschmackvoll, die Einlagen erinnern an "echte" Ramen und die veganen Nudeln schmecken mir sogar noch besser, als die originalen! Für mich die besten (veganen) Ramen, die ich je gegessen habe. Ein kleiner Wehrmutstropfen: Kyushu Jangara Ramen ist in den letzten Jahren so beliebt geworden, dass ihr euch auch hier auf eine etwas längere Wartezeit einstellen müsst.


Geschmack: 🍜🍜🍜🍜🍜
Bestellung: beim Personal, englisches Menü vorhanden
Kosten: ca. 1.000 Yen
Adresse: 3 Chome-11-6 Sotokanda, Chiyoda City, Tokyo 101-0021, Japan

Afuri

Afuri empfahl mir eine Mitschülerin und ich muss gestehen, dass waren wahrscheinlich die schönsten Ramen, die ich je gegessen habe. Sehr instagram-worthy, nur leider geschmacklich eher auf dem Niveau einer Gemüsesuppe. Ihr bestellt am Automaten und wartet dann, bis ein Platz an der Theke frei wird. Voraussetzung ist natürlich, dass ihr das Afuri in den Untiefen des Luminer 2 an der Shinjuku-Station überhaupt findet ;) Kleiner Tipp: Wenn ihr mit dem Fahrstuhl bis in den Keller fahrt, seid ihr schon mal auf dem richtigen Weg!


Geschmack: 🍜🍜🍜--
Bestellung: am Automaten (englische Beschriftung vorhanden)
Kosten: ca. 1.380 Yen
Adresse: Japan, 〒160-0023 Tokyo, Shinjuku City, Nishishinjuku, 1 Chome−1−5 ルミネ1 B2F

Soranoiro NIPPON

Im Food Court der Tokyo Station findet ihr Soranoiro NIPPON. Hier bestellt ihr (wie schon bei Afuri) am Ticketautomaten und wartet dann auf eure veganen Ramen. Wir waren hier 2018 nach unserer Japan-Rundreise und nun ja, sagen wir es so ... Es hat nicht gereicht, um dieses Jahr noch mal hinzugehen. Die Ramen waren enttäuschend, auch wenn sie eine gute Schärfe hatten! Das altbekannte "eher Gemüsesuppe als Ramen"-Problem. Das Ei auf dem Foto habe ich mir übrigens extra bestellt, das ist sonst natürlich nicht mit dabei!

PS: Bei meiner Recherche hat sich herausgestellt, dass Soranoiro NIPPON mittlerweile noch mehr Ramen anbietet. Es lohnt sich also ein weiterer Besuch!
Geschmack: 🍜🍜---
Bestellung: am Automaten (freundliche Bedienung hilft gerne weiter)
Kosten: zwischen 1.200 und 1.700 Yen
Adresse: Adresse: Japan, 〒100-0005 Tokyo, Chiyoda City, Marunouchi, 1 Chome−9−1 東京駅一番街地下ラーメンストリート

Noodle Stand Tokyo

Die veganen Coconut Ramen beim Noodle Stand Tokyo landen für mich auf Platz 2 hinter Kyushu Jangara Ramen. Auch diese bestellt ihr am Ticketautomaten (die veganen Ramen sind auch hier extra gekennzeichnet) und ergattert mit etwas Glück auch direkt einen Sitzplatz in diesem sehr kleinen Lokal. 

Auch wenn die Ramen eher weniger mit den hier vorgestellten Suppen zu vergleichen sind, schmecken sie ausgesprochen gut. Die Einlagen sind ausgefallen(er) und reichlich vorhanden, so dass ihr auf jeden Fall gesättigt aus dem Lokal kugelt.

Geschmack: 🍜🍜🍜🍜 -
Bestellung: am Automaten
Kosten: ca. 1.000 Yen
Adresse: Japan, 〒150-0001 Tokyo, Shibuya City, 21, 神宮前1-21-15ナポレ原宿B1F


Welche Ramen würdet ihr gerne probieren? Und habt ihr vielleicht noch DEN Tipp, welche vegetarischen oder veganen Ramen man in Tokyo unbedingt probieren sollte?


Schokoladen Cupcakes mit Zimt-Frosting
Zurück aus dem Sabbatical, Urlaub, Auslandsaufenthalt und um mich vom Kummer abzulenken, gibt es nur eine richtige Wahl: Kochen & Backen. Dabei wird der Kopf abgelenkt und happy Liv wird wieder happy. Damit sich auch meine Arbeitskollegen freuen, wenn sie mich ab morgen (endlich?) wieder um sich haben, bringe ich ihnen diese herbstlichen Cupcakes mit!
Rezept für Schoko-Cupcakes mit Zimt-Frosting
Cupcakes mit Zimt-Frosting
Pssst.. auf Instagram hatte ich sie als Cupcakes mit Zimt-Pflaumen-Frosting angekündigt. An dieser Stelle die Korrektur: es ist Zimt-Frosting mit Pflaumenmusgewürz. Es schmeckt trotzdem mega geil, deswegen #sorrynotsorry.
Schokoladen Cupcakes mit Zimtfrosting

Schoko-Cupcakes mit Zimt-Frosting

Was ihr braucht
für 15 Stück
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker
  • 100 ml Milch
  • 100 g dunkle Schokolade
  • 100 g Butter
  • 200 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1/2 TL Backnatron
  • 3 EL Kakaopulver zum Backen
für das Frosting
  • 125 g weiche Butter
  • 250 g Puderzucker
  • 1 TL Vanillepaste
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Pflaumenmusgewürz*
  • 250 g Frischkäse (Zimmertemperatur)
Wie ihr es macht
1 Für den Teig: Die Eier mit Salz und Zucker cremig aufschlagen. Die Milch unterrühren. Die Schokolade fein hacken und gemeinsam mit der Butter überm Wasserbad schmelzen, kurz abkühlen lassen und unter die Eier rühren. Die restlichen trockenen Zutaten vermengen und unter die Eier-Schoko-Masse heben.
2 Den Backofen auf 175° vorheizen. Den Teig in Muffinförmchen füllen und für 13 Minuten im heißen Backofen backen. Danach komplett auskühlen lassen.
3 Für das Frosting: Die Butter zwei Minuten hellcremig aufschlagen. Den Puderzucker nach und nach unterrühren. Wenn alles zu einer homogenen Masse aufgeschlagen ist, Vanille, Zimt und Pflaumenmusgewürz unterrühren. Zum Schluss vorsichtig den Frischkäse unterheben.
4 Das Frosting in einen Spritzbeutel mit einer Tülle eurer Wahl füllen (ich habe die Wilton 2D* verwendet) und noch einmal 30 Minuten im Kühlschrank parken, ehe ihr es auf die Cupcakes spritzt. Fertig!

*Amazon-Affiliate-Links

Herbstliche Schoko-Cupcakes mit Zimt-Frosting

Schokoladen Cupcakes mit Zimt-Frosting
Zurück aus dem Sabbatical, Urlaub, Auslandsaufenthalt und um mich vom Kummer abzulenken, gibt es nur eine richtige Wahl: Kochen & Backen. Dabei wird der Kopf abgelenkt und happy Liv wird wieder happy. Damit sich auch meine Arbeitskollegen freuen, wenn sie mich ab morgen (endlich?) wieder um sich haben, bringe ich ihnen diese herbstlichen Cupcakes mit!
Rezept für Schoko-Cupcakes mit Zimt-Frosting
Cupcakes mit Zimt-Frosting
Pssst.. auf Instagram hatte ich sie als Cupcakes mit Zimt-Pflaumen-Frosting angekündigt. An dieser Stelle die Korrektur: es ist Zimt-Frosting mit Pflaumenmusgewürz. Es schmeckt trotzdem mega geil, deswegen #sorrynotsorry.
Schokoladen Cupcakes mit Zimtfrosting

Schoko-Cupcakes mit Zimt-Frosting

Was ihr braucht
für 15 Stück
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker
  • 100 ml Milch
  • 100 g dunkle Schokolade
  • 100 g Butter
  • 200 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1/2 TL Backnatron
  • 3 EL Kakaopulver zum Backen
für das Frosting
  • 125 g weiche Butter
  • 250 g Puderzucker
  • 1 TL Vanillepaste
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Pflaumenmusgewürz*
  • 250 g Frischkäse (Zimmertemperatur)
Wie ihr es macht
1 Für den Teig: Die Eier mit Salz und Zucker cremig aufschlagen. Die Milch unterrühren. Die Schokolade fein hacken und gemeinsam mit der Butter überm Wasserbad schmelzen, kurz abkühlen lassen und unter die Eier rühren. Die restlichen trockenen Zutaten vermengen und unter die Eier-Schoko-Masse heben.
2 Den Backofen auf 175° vorheizen. Den Teig in Muffinförmchen füllen und für 13 Minuten im heißen Backofen backen. Danach komplett auskühlen lassen.
3 Für das Frosting: Die Butter zwei Minuten hellcremig aufschlagen. Den Puderzucker nach und nach unterrühren. Wenn alles zu einer homogenen Masse aufgeschlagen ist, Vanille, Zimt und Pflaumenmusgewürz unterrühren. Zum Schluss vorsichtig den Frischkäse unterheben.
4 Das Frosting in einen Spritzbeutel mit einer Tülle eurer Wahl füllen (ich habe die Wilton 2D* verwendet) und noch einmal 30 Minuten im Kühlschrank parken, ehe ihr es auf die Cupcakes spritzt. Fertig!

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Pille abgesetzt Erfahrungsbericht
© Chris Marten Photo- & Videography

Ein paar wichtige Worte zu Beginn: Mir ist bewusst, dass meine Erfahrungen sich auf keinen anderen Menschen 1:1 übertragen lassen. Aber vielleicht machen sie ja anderen Frauen Mut, die auch überlegen, die Pille abzusetzen. Das wäre für mich schon mehr, als ich mir mit diesem Beitrag erhofft habe! Mich würde es außerdem total interessieren, wie es euch beim Absetzen der Pille ergangen ist - oder ob ihr immer noch mit der Entscheidung hadert - und warum! Schreibt es in die Kommentare oder bei Instagram! 


Fünf Monate zuvor

07. November 2017. Ich habe so eben die vorerst letzte 6er-Pack Anti-Baby-Pille meines Lebens gekauft. In sechs Monaten möchte ich pillenfrei sein. Früher kam das für mich gar nicht infrage. Ich schlitterte von einer Beziehung in die nächste und kam nie auf die Idee, diese augenscheinliche "Selbstbestimmung" aufzugeben, nur weil ich gerade mit niemandem das Bett teilte.

Jetzt möchte ich zwar weder schwanger werden, noch bin ich Single - aber ich möchte die Pille trotzdem absetzen. Gründe dafür gibt es viele. Aber einer sticht heraus: Ich möchte endlich meinen Körper wieder richtig spüren. Über ihn selbst entscheiden.

Ich habe vor so vielen Dingen Angst. Dass meine Haut noch schlechter wird, dass mir die Haare ausfallen, dass ich zunehme, dass ich meinen Partner plötzlich nicht mehr riechen kann (bei einigen Frauen verändert die Pille wohl den Geruchssinn), dass mich meine Tage umhauen - oder eben gar nicht kommen. Dass ich in ein tiefes Loch falle. Und .. Und .. Und ..

Dennoch steht mein Entschluss fest. Ich lasse mich nicht davon abbringen - und ich bin super aufgeregt. Bye bye Pille!

Ein paar Facts, bevor das Pillen-Tagebuch beginnt:

  • ich nehme die Pille seit meinem 14. Lebensjahr, also etwa zwölf Jahre
  • ich habe nach jeder Blisterpackung eine reguläre Pillenpause von sieben Tagen eingelegt
  • die längste Zeit (ca. 9 Jahre) habe ich die Pille Leios eingenommen
  • eine Mikropille Leios enthält 0,1 mg Levonorgestrel und 0,02 mg Ethinylestradiol (falls jemand die Werte benötigt)
  • häufigste Nebenwirkungen: Entzündung der Scheide, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Änderung des Geschlechtstriebs (Libido), Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Akne, Brustschmerzen, Brustvergrößerung, Brustdrüsensekretion, schmerzhafte Monatsblutung, vermehrter Ausfluss aus der Scheide, Ausbleiben der Monatsblutung, Flüssigkeitseinlagerungen und Gewichtsveränderung → könnt ihr bei mir fast überall einen Haken machen

So, jetzt lasst uns loslegen! Ich bin gespannt, wohin uns dieses Bye Bye Pillen-Tagebuch führt.

Erfahrungsbericht: Pille absetzen
© Chris Marten Photo- & Videography


Die letzte Pille & Pillenpause

Heute war es soweit, ich habe die (hoffentlich) letzte Anti-Baby-Pille geschluckt. Die letzten Monate war ich unglaublich angespannt. Am liebsten hätte ich die Pille sofort absetzen, aber im Mai wollten wir für drei Wochen durch Japan reisen. Und diese Zeit wollte ich mir von niemandem vermiesen lassen - auch nicht von meinem eigenen Körper. Eine Freundin von mir hat übrigens den gleichen Entschluss gefasst - wir haben relativ gleichzeitig unsere hormonellen Verhütungsmittel abgesetzt. Mal schauen, wer von uns welche Symptome zeigen wird!

Jetzt beginnt zuerst die reguläre 7-Tage-Pause, ehe mein Körper merken wird, dass er keine neuen Hormone bekommt. Nach diesen sieben Tagen werde ich also vermutlich erste Anzeichen bemerken. Ich bin immer noch gespannt - und aufgeregt.

Die letzte Blutung der Pillenpause war wirklich hart. Ich glaube, so schlimm war sie noch nie, seit ich die Pille nehme. Es ist wahrscheinlich nur Einbildung, aber vielleicht hat mein Körper meinen Entschluss ja schon von selbst mitbekommen.

Die erste Woche ohne Pille  

Wow. Ich zitiere jetzt einfach meine WhatsApp-Nachricht, weil ich es besser nicht noch mal beschreiben kann: "Die ersten Tage ohne Pille war ich wie auf einer emotionalen Achterbahn. Von "ich lache bis die Tränen kommen" bis "Wutausbruch in 5 Sekunden" war alles dabei. Das geht jetzt wieder. So einigermaßen. Was ich auch bemerkt habe: Ich komme früh schlechter aus dem Bett, habe dafür aber den Tag über mehr Energie." Daran könnte ich mich gewöhnen!


Ein weiterer Punkt auf der Liste: Ich glaube, ich hatte noch nie so viele erotische Träume wie in dieser Woche. Ich träume gefühlt von allen und jedem. Das kann auf die Dauer ziemlich verstörend sein. Ich bin scharf, aber nicht wirklich auf Sex - mehr auf den Gedanken an Sex. Versteht man das? Ich verstehe es selbst nicht so richtig. Hinzu kommen nervende Schmierblutunge, aber die gelten in den ersten Wochen nach dem Absetzen als normal, weswegen ich mich erstmal nicht aus der Ruhe bringen lasse!

Haut, Haare, Körpergewicht? Alles im grünen Bereich!

Der erste Monat ohne Pille - Eisprung und schmerzende Brüste

Yay, vier Wochen "ohne" sind geschafft. Wie ist es mir bis jetzt ergangen? Nun, die Schmierblutungen haben nach zwei Wochen aufgehört — endlich. Dafür sind meine Brüste seit der 3. Woche unglaublich empfindlich. Als überzeugte Bauchschläferin muss ich mir eine andere Schlafposition suchen. Das nervt gewaltig.

Wollt ihr dafür das beste Erlebnis wissen? Ungefähr zwei Wochen nach dem Absetzen spürte ich früh für ca. 20 Minuten einen stechenden/ziehenden Schmerz im rechten Unterleib. Hatte ich noch nie. Wird das wohl der Eisprung gewesen sein? Es ist auf jeden Fall unglaublich komisch, den eigenen Körper so zu spüren!


Hallelujah - Ich menstruiere! 

Ein paar Tage später dann die Auflösung: Blut. Acht Tage nach dem gefühlten Eisprung setzt meine Menstruation ein. Ich habe das typische Ziehen in Bauch und Rücken, welches ich schon aus meiner Pillenpause kenne. Keine befürchteten Megaschmerzen, keine üblen Stimmungsschwankungen. Nur Blut. Verdammt viel Blut. Ich komme mir wieder sehr, sehr jung vor, als ich meine nicht mehr zu rettende Unterwäsche entsorgen muss, weil mich die Menstruation (trotz ausreichend Hygieneprodukten zu Hause und im Büro) so überrascht hat.

Wer im Bio-Unterricht aufgepasst oder sich wie ich noch mal quer durchs Internet gelesen hat, weiß, dass eine Blutung acht Tage nach dem Eisprung ziemlich früh ist. Zu früh. Mit acht Tagen ist meine "Hochlage" - neues Wort gelernt! - zu kurz ausgefallen. Normal sind hier Werte zwischen 10 -16 Tagen, ehe nach dem Eisprung die Menstruation einsetzen sollte.

Mein Zyklus ist also verkürzt - Was bedeutet das für mich?

Erstmal keinen Stress machen. Die naheliegendste Erklärung: in meinem Körper ist es nach dem Absetzen der Pille zu einer Gelbkörperschwäche gekommen. Die führt dazu, dass sich meine Eizelle gar nicht oder nur sehr schwer in meiner Gebärmutter einnisten kann. Und somit blute ich dann auch eher als gewöhnlich. Das ganze pegelt sich im Normalfall um den 7. Zyklus nach dem Absetzen der Pille ein.

Ich habe die Pille ja nicht abgesetzt, um schwanger zu werden. Ich mache mir keinen Druck und werde wegen des bisschen frühen Bluts auch nicht zu meiner Frauenärztin gehen. Mein Körper soll sich langsam herantasten — vielleicht lest ihr schon im nächsten Absatz, dass meine Menstruation mittlerweile in geregelten Bahnen verläuft. Vielleicht auch nicht. Lassen wir uns überraschen!


Was ich bis jetzt sagen kann: Ich bereue es kein bisschen, die Pille abgesetzt zu haben. Hätte ich gewusst, dass es so gut läuft, wäre ich diesen Schritt schon viel eher gegangen. Doch wie so viele Frauen hatte ich Angst. Angst vor unreiner Haut, ausfallenden Haaren und Gewichtszunahme. Angst vor starken Regelschmerzen - und vor einem ausbleibenden Zyklus. Ich frage mich, ob ich mich nicht viel eher getraut hätte, wenn ich so einen Bericht wie diesen hier gelesen hätte?

Zusammenfassung: Ein Monat pillenfrei

Wie lässt sich sonst der erste Monat ohne Pille in Kürze zusammenfassen? Nun, hier sind meine festgestellten Symptome:
  • zu Beginn mehr Lust, hat sich mittlerweile wieder eingepegelt
  • in den ersten zwei Wochen kam ich sehr schlecht früh aus dem Bett, hat sich auch wieder eingepegelt
  • die ersten Wochen schmerzende Brüste, mittlerweile vorbei
  • gefühlt größere Brüste, selbst nicht so sehr wahrgenommen, aber mein Umfeld (?!)
  • Haut ist reiner geworden - WTF!? Wer hätte das gedacht?
  • kein besonders starker Haarausfall, ich habe mich schon immer gehaart wie eine Katze
  • gefühlte Gewichtszunahme am Bauch - leider haben wir keine funktionierende Waage, es bleibt beim Gefühl
  • kein Heißhunger mehr auf Süßigkeiten - das ist für mich die krasseste Veränderung überhaupt!

Pille abgesetzt: Folgen
Chris Marten Photo- & Videography

Der zweite Monat ohne Pille

Der zweite Monat begann relativ unscheinbar, alles fühlte sich an 'wie immer'. Innerhalb von zwei Tagen bemerkte ich plötzlich vermehrt kleine rote Pickelchen auf meinen Schultern. Zuerst dachte ich, dass es an der starken Sonneneinstrahlung lag. Aber auch, nachdem sich das Wetter beruhig hatte, wurde die Haut nicht besser. Mit Heilerdemaske und Creme konnte ich sie ein bisschen beruhigen.


Dafür etwas Positives: Zwei Wochen nach meiner letzten Regel, spürte ich abends wieder das berüchtigte Ziehen im Bauch. Ich weiß noch, dass wir gerade beim Essen auf den Balkon saßen und ich meinte "Ich glaube, ich spüre gerade wieder meinen Eisprung!"

Und siehe da: zwölf Tage später (also im perfekten Mittelmaß), kam tatsächlich meine Periode. Krasser Scheiß!

Dieses Mal hat sie mich am ersten Tag umgehauen. Ich hatte tatsächlich starke Schmerzen und konnte zum Glück den ganzen Tag auf der Couch verbringen. Davon habe ich mir meine gute und entspannte Laune nicht vermiesen lassen!

Dass meine Haut eine Woche nach dem Eisprung/vor der Periode plötzlich wieder anfing, verrückt zu spielen, fand ich dagegen nicht so prickelnd. Ich hatte endlich einmal einen Monat lang eine wirklich tolle, reine Haut. Jetzt pendel ich mich gerade wieder auf dem Stand zu Pillenzeiten ein: Pickel an Wangen und Kinn. Allerdings heilen diese wesentlich schneller ab und sind auch nicht mehr so "tief unter der Haut" wie früher. Immer das Positive sehen!

Zusammenfassung: Zwei Monate pillenfrei

Der zweite Monat geht mit ein paar Rückschlägen zu Buche. Hier findet ihr alles, was ich bei mir festgestellt habe:
  • ich fühle mich viel ausgeglichener, entspannter und im Reinen mit mir selbst
  • meine Haut im Gesicht wurde um die Perdiode herum wieder schlechter (ungefähres Level wie zu Pillenzeiten), heilt dafür viel schneller ab
  • ich bekam ebenfalls auf beiden Schultern kleine rote Pickelchen
  • Haare fetten weniger schnell nach
  • starke Regelschmerzen & Blutungen am ersten Tag der Periode,dafür kommt sie regelmäßig
  • mein mir bekannter Heißhunger auf Süßigkeiten kehrt langsam zurück - ob das gut ist?

Drei Monate pillenfrei

Der dritte Monat ohne Pille ist rum. Ich habe in den letzten 30 Tagen viele Dinge ausprobiert: Mit Clue (unbezahlte Werbung) haben mir viele von euch eine wirklich gute Menstruations-App empfohlen. Ich nutze sie täglich und sie ist bis auf 12h super genau, was meinen Zyklus angeht. Wer nichts von solchen Apps hält (Stichwort: Datenkeule): Ich habe vorher alle Termine (wie Eisprung, Einsetzen und Stärke der Periode, Einsetzen des PMS) schriftlich in meinem Kalender festgehalten. Damit ließ sich der nächste Zyklus auch relativ genau bestimmen!

Dank meiner Freundin Jule konnte ich ein paar andere Hautpflegeprodukte ausprobieren, nämlich Manna Naturkosmetik Seifen (unbezahlte Werbung). Während meines Studiums hatte ich sie schon einmal genutzt, leider ohne Erfolg. Jetzt, nach dem Absetzen der Pille, scheinen sie viel besser bei mir zu wirken - vor allem die Shea-Butter! Danke Jule ♥

Was sonst noch alles passiert ist, lest ihr jetzt in meiner Zusammenfassung!

Zusammenfassung: Drei Monate pillenfrei

Das Wichtigste zuerst: Mein Zyklus ist immer noch wunderbar regelmäßig, ich könnte die Uhr nach ihm stellen! Was ich ansonsten festgestellt habe:

  • Mein Haarausfall (siehe Monat 1) hat sich verstärkt, gerade nach dem Haarewaschen verliere ich viele Haare - zum Glück habe ich einen dichten Schopf, es fällt also nicht sonderlich auf
  • Meine Haut lässt sich während des Zyklus in zwei Lager teilen: Ab der Hälfte der Periode bis zum Eisprung ist sie rein; ab dem Eisprung kommen die Pickel. Das nervt gewaltig! Mit den Seifen und Sheabutter hat es sich zumindest ein bisschen gebessert, auch meine Schultern sehen nicht mehr sooo schlimm aus!
  • Dafür habe ich um die Zeit des Eisprungs herum folgende schöne Sache festgestellt: Mein Partner ist unglaublich aufmerksam, kuschelbedürftig und noch liebevoller als sonst. Ich weiß nicht, ob er überhaupt eine andere Wahl hat oder evolutionär dem Drang unterworfen ist, mich in meiner fruchtbaren Phase zu umsorgen. Ihm selbst ist es übrigens gar nicht so aufgefallen, für ihn war alles 'normal'. Total 'natürlich' eben. Meinetwegen kann es gerne so bleiben.
  • Mein Hunger und Genuss auf und an Süßigkeiten hat sich wieder normalisiert - das könnte auch ein Grund für die schlechte Haut sein ... düdüdüdüm!
  • Meine Brüste schmerzen nicht mehr, unterliegen im Zyklus aber "Umfangsschwankungen" von 1-2 Zentimetern - krasser Scheiß!
  • Auch habe ich das Gefühl, dass meine Füße um die Periode herum anschwellen - geht das jemandem auch so?
  • Und der für mich wichtigste Punkt: mein Geruchssinn hat sich verändert! Ich bin in den letzten Wochen unglaublich empfindlich geworden, was jede Art von Gerüchen angeht. Vor allem schlechte oder strenge Gerüche, an denen ich früher einfach nur vorbeigegangen oder sie vielleicht nicht einmal bemerkt hätte, machen mir zu schaffen. Auch haben sich einige Gerüche für mich verändert, vor allem Sachen wie Parfum, Deo oder Waschmittel! Was ich früher toll fand, finde ich jetzt höchstens mittelmäßig. Learning für die Zukunft: Erstmal keinen neuen Duft mehr kaufen.

Ein halbes Jahr pillenfrei

Jetzt kommt der typische Satz: Wow, wie schnell die Zeit vergeht! Ich bin tatsächlich schon ein halbes Jahr off-Pille? So halb im Weihnachtsstress kan man dieses besondere Datum schon mal fast vergessen. Denn so, wie vorher das Pillenehmen zu meinem Alltag gehörte, ist es jetzt das Pille-nicht-nehmen. Einfach normal!

Damit ihr jetzt aber auch auf dem neuesten Stand seid, gibt es meine Zusammenfassung für sechs Monate pillenfrei:

Zusammenfassung: Sechs Monate pillenfrei

Wie immer die beste Nachricht zuerst: Mein Zyklus ist und bleibt sehr regelmäßig. Tschakka!
  • Mein Haarausfall geht langsam zurück. Ich bin sehr glücklich, dass ich pro Wasch- und Kämmgang (und Zwischendurch) weniger Haare lassen muss. Sie fetten allerdings immer noch sehr langsam nach, was ich ganz schön großartig finde!
  • Meine Haut an den Schultern hat sich beruhigt (YEAH)! Dafür habe ich an beiden Seiten zwischen Ohr, Hals und Kinn ziemlich unreine Haut bekommen. Durch die Schalsaison wird es hier auch nicht wirklich besser. Ich hoffe auf wärmere Monate!
  • Mein empfindlicher Geruchssinn ist geblieben. Ich störe mich immer noch schnell an unliebsamen Gerüchen. #sorrynotsorry
  • Ich habe seit dem Absetzen der Pille 1,5 - 2 Kilo zugenommen. Das schwankt allerdings stark und ist sicherlich zyklusabhängig. 
  • Am ersten Tag meiner Menstruation muss ich mittlerweile leider mindestens eine Schmerztablette nehmen. Ich bin da kein Fan von, merke aber, dass Hausmittel (Bewegung, Wärme etc) an diesem Tag nicht die absolute Erleichterung bringen können. Was hilft euch?
Das war es für 2018 mit meinem Pillenupdate! Wir sprechen uns dazu im Sommer 2019 wieder - ich freu mich auf euch!

Ein Jahr pillenfrei

In 19 Tagen ist es soweit, dann bin ich ein Jahr pillenfrei. Gestern habe ich beim Aufräumen eine leere Blisterpackung hinter dem Nachttisch gefunden und konnte nur darüber den Kopf schütteln, dass es so lange Zeit mein Alltag war, mich nach diesen kleinen weißen Pillen zu richten.
Ich habe im letzten Jahr so viel über mich und meinen Körper gelernt, dass ich mich wahnsinnig ärgere, diesen Schritt nicht schon eher gegangen zu sein. Sicherlich kann man meine Erfahrungen nicht als Blaupause für jeden Menschen nehmen, aber ich hoffe, dass dieser Text, dieser Blogbeitrag und dieses (weiterlaufende) Jahresprojekt anderen Mut macht ♥

Kommen wir also jetzt endlich zum vorerst letzten Update:

Zusammenfassung: 12 Monate pillenfrei

  • Mein Zyklus ist etwas länger geworden. Von vorher 27 Tagen habe ich mich über die letzten sechs Monate bei ca. 30 Tagen eingependelt.
  • Meine Haare fetten wieder "durchschnittlich schnell" nach. Ich spüre mittlerweile keinen Unterschied mehr zur Zeit vor dem Absetzen der Pille.
  • Meine Nägel wachsen schneller und gesünder. Mir ist erst in den letzten sechs Monaten bewusst geworden, wie schön es ist, keine splitternden Nägel mehr zu haben!
  • Mein Haarausfall ist auf Niveau von vor dem Absetzen der Pille. Ihr wisst, ich haare mich schon immer wie eine Katze. In den ersten sechs Monaten ohne Pille war es deutlich schlimmer, ist nun aber immer weiter zurückgegangen.
  • Seit zwei Monaten schlage ich mich mit einem stark unreinen Rücken herum. Da ich in den letzten zwölf Monaten bemerkt habe, dass gefühlt jede Körperregion (Hals, Schultern, Nacken ...) so einen Ausbruch durchmachen musste, bin ich auch hier guter Dinge, dass es sich langsam wieder in den Griff bekommen wird.
  • Mein empfindlicher Geruchssinn ist geblieben. Immer noch.
  • Ich habe seit dem Absetzen der Pille 1,5 - 2 Kilo zugenommen. Auch hier keine Veränderung.
  • Heißhunger aus Süßigkeiten verspüre ich mittlerweile nur noch während des Eisprungs und zu Beginn meiner PMS. An den restlichen Zyklustagen habe ich tatsächlich gar keine Lust auf Schoki und Co. Schockierend!
  • Bei meiner Libido konnte ich in den letzten sechs Monaten keine großartigen neuen Veränderungen feststellen. Das derzeitige Level reicht mir ;)
Und damit würde ich euch auch schon in den Tag verabschieden.
Ihr habt noch Fragen oder Anregungen? Schreibt sie ins Kommentarfeld oder diskutiert mit mir auf Instagram!

Erfahrungsbericht: Pille abgesetzt - Die ersten Monate

Pille abgesetzt Erfahrungsbericht
© Chris Marten Photo- & Videography

Ein paar wichtige Worte zu Beginn: Mir ist bewusst, dass meine Erfahrungen sich auf keinen anderen Menschen 1:1 übertragen lassen. Aber vielleicht machen sie ja anderen Frauen Mut, die auch überlegen, die Pille abzusetzen. Das wäre für mich schon mehr, als ich mir mit diesem Beitrag erhofft habe! Mich würde es außerdem total interessieren, wie es euch beim Absetzen der Pille ergangen ist - oder ob ihr immer noch mit der Entscheidung hadert - und warum! Schreibt es in die Kommentare oder bei Instagram! 


Fünf Monate zuvor

07. November 2017. Ich habe so eben die vorerst letzte 6er-Pack Anti-Baby-Pille meines Lebens gekauft. In sechs Monaten möchte ich pillenfrei sein. Früher kam das für mich gar nicht infrage. Ich schlitterte von einer Beziehung in die nächste und kam nie auf die Idee, diese augenscheinliche "Selbstbestimmung" aufzugeben, nur weil ich gerade mit niemandem das Bett teilte.

Jetzt möchte ich zwar weder schwanger werden, noch bin ich Single - aber ich möchte die Pille trotzdem absetzen. Gründe dafür gibt es viele. Aber einer sticht heraus: Ich möchte endlich meinen Körper wieder richtig spüren. Über ihn selbst entscheiden.

Ich habe vor so vielen Dingen Angst. Dass meine Haut noch schlechter wird, dass mir die Haare ausfallen, dass ich zunehme, dass ich meinen Partner plötzlich nicht mehr riechen kann (bei einigen Frauen verändert die Pille wohl den Geruchssinn), dass mich meine Tage umhauen - oder eben gar nicht kommen. Dass ich in ein tiefes Loch falle. Und .. Und .. Und ..

Dennoch steht mein Entschluss fest. Ich lasse mich nicht davon abbringen - und ich bin super aufgeregt. Bye bye Pille!

Ein paar Facts, bevor das Pillen-Tagebuch beginnt:

  • ich nehme die Pille seit meinem 14. Lebensjahr, also etwa zwölf Jahre
  • ich habe nach jeder Blisterpackung eine reguläre Pillenpause von sieben Tagen eingelegt
  • die längste Zeit (ca. 9 Jahre) habe ich die Pille Leios eingenommen
  • eine Mikropille Leios enthält 0,1 mg Levonorgestrel und 0,02 mg Ethinylestradiol (falls jemand die Werte benötigt)
  • häufigste Nebenwirkungen: Entzündung der Scheide, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Änderung des Geschlechtstriebs (Libido), Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Akne, Brustschmerzen, Brustvergrößerung, Brustdrüsensekretion, schmerzhafte Monatsblutung, vermehrter Ausfluss aus der Scheide, Ausbleiben der Monatsblutung, Flüssigkeitseinlagerungen und Gewichtsveränderung → könnt ihr bei mir fast überall einen Haken machen

So, jetzt lasst uns loslegen! Ich bin gespannt, wohin uns dieses Bye Bye Pillen-Tagebuch führt.

Erfahrungsbericht: Pille absetzen
© Chris Marten Photo- & Videography


Die letzte Pille & Pillenpause

Heute war es soweit, ich habe die (hoffentlich) letzte Anti-Baby-Pille geschluckt. Die letzten Monate war ich unglaublich angespannt. Am liebsten hätte ich die Pille sofort absetzen, aber im Mai wollten wir für drei Wochen durch Japan reisen. Und diese Zeit wollte ich mir von niemandem vermiesen lassen - auch nicht von meinem eigenen Körper. Eine Freundin von mir hat übrigens den gleichen Entschluss gefasst - wir haben relativ gleichzeitig unsere hormonellen Verhütungsmittel abgesetzt. Mal schauen, wer von uns welche Symptome zeigen wird!

Jetzt beginnt zuerst die reguläre 7-Tage-Pause, ehe mein Körper merken wird, dass er keine neuen Hormone bekommt. Nach diesen sieben Tagen werde ich also vermutlich erste Anzeichen bemerken. Ich bin immer noch gespannt - und aufgeregt.

Die letzte Blutung der Pillenpause war wirklich hart. Ich glaube, so schlimm war sie noch nie, seit ich die Pille nehme. Es ist wahrscheinlich nur Einbildung, aber vielleicht hat mein Körper meinen Entschluss ja schon von selbst mitbekommen.

Die erste Woche ohne Pille  

Wow. Ich zitiere jetzt einfach meine WhatsApp-Nachricht, weil ich es besser nicht noch mal beschreiben kann: "Die ersten Tage ohne Pille war ich wie auf einer emotionalen Achterbahn. Von "ich lache bis die Tränen kommen" bis "Wutausbruch in 5 Sekunden" war alles dabei. Das geht jetzt wieder. So einigermaßen. Was ich auch bemerkt habe: Ich komme früh schlechter aus dem Bett, habe dafür aber den Tag über mehr Energie." Daran könnte ich mich gewöhnen!


Ein weiterer Punkt auf der Liste: Ich glaube, ich hatte noch nie so viele erotische Träume wie in dieser Woche. Ich träume gefühlt von allen und jedem. Das kann auf die Dauer ziemlich verstörend sein. Ich bin scharf, aber nicht wirklich auf Sex - mehr auf den Gedanken an Sex. Versteht man das? Ich verstehe es selbst nicht so richtig. Hinzu kommen nervende Schmierblutunge, aber die gelten in den ersten Wochen nach dem Absetzen als normal, weswegen ich mich erstmal nicht aus der Ruhe bringen lasse!

Haut, Haare, Körpergewicht? Alles im grünen Bereich!

Der erste Monat ohne Pille - Eisprung und schmerzende Brüste

Yay, vier Wochen "ohne" sind geschafft. Wie ist es mir bis jetzt ergangen? Nun, die Schmierblutungen haben nach zwei Wochen aufgehört — endlich. Dafür sind meine Brüste seit der 3. Woche unglaublich empfindlich. Als überzeugte Bauchschläferin muss ich mir eine andere Schlafposition suchen. Das nervt gewaltig.

Wollt ihr dafür das beste Erlebnis wissen? Ungefähr zwei Wochen nach dem Absetzen spürte ich früh für ca. 20 Minuten einen stechenden/ziehenden Schmerz im rechten Unterleib. Hatte ich noch nie. Wird das wohl der Eisprung gewesen sein? Es ist auf jeden Fall unglaublich komisch, den eigenen Körper so zu spüren!


Hallelujah - Ich menstruiere! 

Ein paar Tage später dann die Auflösung: Blut. Acht Tage nach dem gefühlten Eisprung setzt meine Menstruation ein. Ich habe das typische Ziehen in Bauch und Rücken, welches ich schon aus meiner Pillenpause kenne. Keine befürchteten Megaschmerzen, keine üblen Stimmungsschwankungen. Nur Blut. Verdammt viel Blut. Ich komme mir wieder sehr, sehr jung vor, als ich meine nicht mehr zu rettende Unterwäsche entsorgen muss, weil mich die Menstruation (trotz ausreichend Hygieneprodukten zu Hause und im Büro) so überrascht hat.

Wer im Bio-Unterricht aufgepasst oder sich wie ich noch mal quer durchs Internet gelesen hat, weiß, dass eine Blutung acht Tage nach dem Eisprung ziemlich früh ist. Zu früh. Mit acht Tagen ist meine "Hochlage" - neues Wort gelernt! - zu kurz ausgefallen. Normal sind hier Werte zwischen 10 -16 Tagen, ehe nach dem Eisprung die Menstruation einsetzen sollte.

Mein Zyklus ist also verkürzt - Was bedeutet das für mich?

Erstmal keinen Stress machen. Die naheliegendste Erklärung: in meinem Körper ist es nach dem Absetzen der Pille zu einer Gelbkörperschwäche gekommen. Die führt dazu, dass sich meine Eizelle gar nicht oder nur sehr schwer in meiner Gebärmutter einnisten kann. Und somit blute ich dann auch eher als gewöhnlich. Das ganze pegelt sich im Normalfall um den 7. Zyklus nach dem Absetzen der Pille ein.

Ich habe die Pille ja nicht abgesetzt, um schwanger zu werden. Ich mache mir keinen Druck und werde wegen des bisschen frühen Bluts auch nicht zu meiner Frauenärztin gehen. Mein Körper soll sich langsam herantasten — vielleicht lest ihr schon im nächsten Absatz, dass meine Menstruation mittlerweile in geregelten Bahnen verläuft. Vielleicht auch nicht. Lassen wir uns überraschen!


Was ich bis jetzt sagen kann: Ich bereue es kein bisschen, die Pille abgesetzt zu haben. Hätte ich gewusst, dass es so gut läuft, wäre ich diesen Schritt schon viel eher gegangen. Doch wie so viele Frauen hatte ich Angst. Angst vor unreiner Haut, ausfallenden Haaren und Gewichtszunahme. Angst vor starken Regelschmerzen - und vor einem ausbleibenden Zyklus. Ich frage mich, ob ich mich nicht viel eher getraut hätte, wenn ich so einen Bericht wie diesen hier gelesen hätte?

Zusammenfassung: Ein Monat pillenfrei

Wie lässt sich sonst der erste Monat ohne Pille in Kürze zusammenfassen? Nun, hier sind meine festgestellten Symptome:
  • zu Beginn mehr Lust, hat sich mittlerweile wieder eingepegelt
  • in den ersten zwei Wochen kam ich sehr schlecht früh aus dem Bett, hat sich auch wieder eingepegelt
  • die ersten Wochen schmerzende Brüste, mittlerweile vorbei
  • gefühlt größere Brüste, selbst nicht so sehr wahrgenommen, aber mein Umfeld (?!)
  • Haut ist reiner geworden - WTF!? Wer hätte das gedacht?
  • kein besonders starker Haarausfall, ich habe mich schon immer gehaart wie eine Katze
  • gefühlte Gewichtszunahme am Bauch - leider haben wir keine funktionierende Waage, es bleibt beim Gefühl
  • kein Heißhunger mehr auf Süßigkeiten - das ist für mich die krasseste Veränderung überhaupt!

Pille abgesetzt: Folgen
Chris Marten Photo- & Videography

Der zweite Monat ohne Pille

Der zweite Monat begann relativ unscheinbar, alles fühlte sich an 'wie immer'. Innerhalb von zwei Tagen bemerkte ich plötzlich vermehrt kleine rote Pickelchen auf meinen Schultern. Zuerst dachte ich, dass es an der starken Sonneneinstrahlung lag. Aber auch, nachdem sich das Wetter beruhig hatte, wurde die Haut nicht besser. Mit Heilerdemaske und Creme konnte ich sie ein bisschen beruhigen.


Dafür etwas Positives: Zwei Wochen nach meiner letzten Regel, spürte ich abends wieder das berüchtigte Ziehen im Bauch. Ich weiß noch, dass wir gerade beim Essen auf den Balkon saßen und ich meinte "Ich glaube, ich spüre gerade wieder meinen Eisprung!"

Und siehe da: zwölf Tage später (also im perfekten Mittelmaß), kam tatsächlich meine Periode. Krasser Scheiß!

Dieses Mal hat sie mich am ersten Tag umgehauen. Ich hatte tatsächlich starke Schmerzen und konnte zum Glück den ganzen Tag auf der Couch verbringen. Davon habe ich mir meine gute und entspannte Laune nicht vermiesen lassen!

Dass meine Haut eine Woche nach dem Eisprung/vor der Periode plötzlich wieder anfing, verrückt zu spielen, fand ich dagegen nicht so prickelnd. Ich hatte endlich einmal einen Monat lang eine wirklich tolle, reine Haut. Jetzt pendel ich mich gerade wieder auf dem Stand zu Pillenzeiten ein: Pickel an Wangen und Kinn. Allerdings heilen diese wesentlich schneller ab und sind auch nicht mehr so "tief unter der Haut" wie früher. Immer das Positive sehen!

Zusammenfassung: Zwei Monate pillenfrei

Der zweite Monat geht mit ein paar Rückschlägen zu Buche. Hier findet ihr alles, was ich bei mir festgestellt habe:
  • ich fühle mich viel ausgeglichener, entspannter und im Reinen mit mir selbst
  • meine Haut im Gesicht wurde um die Perdiode herum wieder schlechter (ungefähres Level wie zu Pillenzeiten), heilt dafür viel schneller ab
  • ich bekam ebenfalls auf beiden Schultern kleine rote Pickelchen
  • Haare fetten weniger schnell nach
  • starke Regelschmerzen & Blutungen am ersten Tag der Periode,dafür kommt sie regelmäßig
  • mein mir bekannter Heißhunger auf Süßigkeiten kehrt langsam zurück - ob das gut ist?

Drei Monate pillenfrei

Der dritte Monat ohne Pille ist rum. Ich habe in den letzten 30 Tagen viele Dinge ausprobiert: Mit Clue (unbezahlte Werbung) haben mir viele von euch eine wirklich gute Menstruations-App empfohlen. Ich nutze sie täglich und sie ist bis auf 12h super genau, was meinen Zyklus angeht. Wer nichts von solchen Apps hält (Stichwort: Datenkeule): Ich habe vorher alle Termine (wie Eisprung, Einsetzen und Stärke der Periode, Einsetzen des PMS) schriftlich in meinem Kalender festgehalten. Damit ließ sich der nächste Zyklus auch relativ genau bestimmen!

Dank meiner Freundin Jule konnte ich ein paar andere Hautpflegeprodukte ausprobieren, nämlich Manna Naturkosmetik Seifen (unbezahlte Werbung). Während meines Studiums hatte ich sie schon einmal genutzt, leider ohne Erfolg. Jetzt, nach dem Absetzen der Pille, scheinen sie viel besser bei mir zu wirken - vor allem die Shea-Butter! Danke Jule ♥

Was sonst noch alles passiert ist, lest ihr jetzt in meiner Zusammenfassung!

Zusammenfassung: Drei Monate pillenfrei

Das Wichtigste zuerst: Mein Zyklus ist immer noch wunderbar regelmäßig, ich könnte die Uhr nach ihm stellen! Was ich ansonsten festgestellt habe:

  • Mein Haarausfall (siehe Monat 1) hat sich verstärkt, gerade nach dem Haarewaschen verliere ich viele Haare - zum Glück habe ich einen dichten Schopf, es fällt also nicht sonderlich auf
  • Meine Haut lässt sich während des Zyklus in zwei Lager teilen: Ab der Hälfte der Periode bis zum Eisprung ist sie rein; ab dem Eisprung kommen die Pickel. Das nervt gewaltig! Mit den Seifen und Sheabutter hat es sich zumindest ein bisschen gebessert, auch meine Schultern sehen nicht mehr sooo schlimm aus!
  • Dafür habe ich um die Zeit des Eisprungs herum folgende schöne Sache festgestellt: Mein Partner ist unglaublich aufmerksam, kuschelbedürftig und noch liebevoller als sonst. Ich weiß nicht, ob er überhaupt eine andere Wahl hat oder evolutionär dem Drang unterworfen ist, mich in meiner fruchtbaren Phase zu umsorgen. Ihm selbst ist es übrigens gar nicht so aufgefallen, für ihn war alles 'normal'. Total 'natürlich' eben. Meinetwegen kann es gerne so bleiben.
  • Mein Hunger und Genuss auf und an Süßigkeiten hat sich wieder normalisiert - das könnte auch ein Grund für die schlechte Haut sein ... düdüdüdüm!
  • Meine Brüste schmerzen nicht mehr, unterliegen im Zyklus aber "Umfangsschwankungen" von 1-2 Zentimetern - krasser Scheiß!
  • Auch habe ich das Gefühl, dass meine Füße um die Periode herum anschwellen - geht das jemandem auch so?
  • Und der für mich wichtigste Punkt: mein Geruchssinn hat sich verändert! Ich bin in den letzten Wochen unglaublich empfindlich geworden, was jede Art von Gerüchen angeht. Vor allem schlechte oder strenge Gerüche, an denen ich früher einfach nur vorbeigegangen oder sie vielleicht nicht einmal bemerkt hätte, machen mir zu schaffen. Auch haben sich einige Gerüche für mich verändert, vor allem Sachen wie Parfum, Deo oder Waschmittel! Was ich früher toll fand, finde ich jetzt höchstens mittelmäßig. Learning für die Zukunft: Erstmal keinen neuen Duft mehr kaufen.

Ein halbes Jahr pillenfrei

Jetzt kommt der typische Satz: Wow, wie schnell die Zeit vergeht! Ich bin tatsächlich schon ein halbes Jahr off-Pille? So halb im Weihnachtsstress kan man dieses besondere Datum schon mal fast vergessen. Denn so, wie vorher das Pillenehmen zu meinem Alltag gehörte, ist es jetzt das Pille-nicht-nehmen. Einfach normal!

Damit ihr jetzt aber auch auf dem neuesten Stand seid, gibt es meine Zusammenfassung für sechs Monate pillenfrei:

Zusammenfassung: Sechs Monate pillenfrei

Wie immer die beste Nachricht zuerst: Mein Zyklus ist und bleibt sehr regelmäßig. Tschakka!
  • Mein Haarausfall geht langsam zurück. Ich bin sehr glücklich, dass ich pro Wasch- und Kämmgang (und Zwischendurch) weniger Haare lassen muss. Sie fetten allerdings immer noch sehr langsam nach, was ich ganz schön großartig finde!
  • Meine Haut an den Schultern hat sich beruhigt (YEAH)! Dafür habe ich an beiden Seiten zwischen Ohr, Hals und Kinn ziemlich unreine Haut bekommen. Durch die Schalsaison wird es hier auch nicht wirklich besser. Ich hoffe auf wärmere Monate!
  • Mein empfindlicher Geruchssinn ist geblieben. Ich störe mich immer noch schnell an unliebsamen Gerüchen. #sorrynotsorry
  • Ich habe seit dem Absetzen der Pille 1,5 - 2 Kilo zugenommen. Das schwankt allerdings stark und ist sicherlich zyklusabhängig. 
  • Am ersten Tag meiner Menstruation muss ich mittlerweile leider mindestens eine Schmerztablette nehmen. Ich bin da kein Fan von, merke aber, dass Hausmittel (Bewegung, Wärme etc) an diesem Tag nicht die absolute Erleichterung bringen können. Was hilft euch?
Das war es für 2018 mit meinem Pillenupdate! Wir sprechen uns dazu im Sommer 2019 wieder - ich freu mich auf euch!

Ein Jahr pillenfrei

In 19 Tagen ist es soweit, dann bin ich ein Jahr pillenfrei. Gestern habe ich beim Aufräumen eine leere Blisterpackung hinter dem Nachttisch gefunden und konnte nur darüber den Kopf schütteln, dass es so lange Zeit mein Alltag war, mich nach diesen kleinen weißen Pillen zu richten.
Ich habe im letzten Jahr so viel über mich und meinen Körper gelernt, dass ich mich wahnsinnig ärgere, diesen Schritt nicht schon eher gegangen zu sein. Sicherlich kann man meine Erfahrungen nicht als Blaupause für jeden Menschen nehmen, aber ich hoffe, dass dieser Text, dieser Blogbeitrag und dieses (weiterlaufende) Jahresprojekt anderen Mut macht ♥

Kommen wir also jetzt endlich zum vorerst letzten Update:

Zusammenfassung: 12 Monate pillenfrei

  • Mein Zyklus ist etwas länger geworden. Von vorher 27 Tagen habe ich mich über die letzten sechs Monate bei ca. 30 Tagen eingependelt.
  • Meine Haare fetten wieder "durchschnittlich schnell" nach. Ich spüre mittlerweile keinen Unterschied mehr zur Zeit vor dem Absetzen der Pille.
  • Meine Nägel wachsen schneller und gesünder. Mir ist erst in den letzten sechs Monaten bewusst geworden, wie schön es ist, keine splitternden Nägel mehr zu haben!
  • Mein Haarausfall ist auf Niveau von vor dem Absetzen der Pille. Ihr wisst, ich haare mich schon immer wie eine Katze. In den ersten sechs Monaten ohne Pille war es deutlich schlimmer, ist nun aber immer weiter zurückgegangen.
  • Seit zwei Monaten schlage ich mich mit einem stark unreinen Rücken herum. Da ich in den letzten zwölf Monaten bemerkt habe, dass gefühlt jede Körperregion (Hals, Schultern, Nacken ...) so einen Ausbruch durchmachen musste, bin ich auch hier guter Dinge, dass es sich langsam wieder in den Griff bekommen wird.
  • Mein empfindlicher Geruchssinn ist geblieben. Immer noch.
  • Ich habe seit dem Absetzen der Pille 1,5 - 2 Kilo zugenommen. Auch hier keine Veränderung.
  • Heißhunger aus Süßigkeiten verspüre ich mittlerweile nur noch während des Eisprungs und zu Beginn meiner PMS. An den restlichen Zyklustagen habe ich tatsächlich gar keine Lust auf Schoki und Co. Schockierend!
  • Bei meiner Libido konnte ich in den letzten sechs Monaten keine großartigen neuen Veränderungen feststellen. Das derzeitige Level reicht mir ;)
Und damit würde ich euch auch schon in den Tag verabschieden.
Ihr habt noch Fragen oder Anregungen? Schreibt sie ins Kommentarfeld oder diskutiert mit mir auf Instagram!

Wer in Leipzig nach Möglichkeiten sucht, sich kreativ auszuleben, wird bei piece of pie fündig! Das Studio für Grafikdesign im Norden von Leipzig wird seit 2017 von Yara betrieben, die ich abseits unserer beider Jobs über Freunde kennen und lieben gelernt habe. 2018 stieg auch noch Mau in die Agentur mit ein, ebenfalls Grafikdesigner. Die Hingabe der beiden zu Grafik und Design fühlt man in jeder Ecke des Studios, welches gleichzeitig auch Yaras Wohnung ist. Man ist also direkt 100 % drin - perfekt!
© piece of pie
Wir sind Gestalter mit Hand und Herz. Wir legen Wert auf das Wesentliche, auf klare Strukturen, und gute Lesbarkeit. Details sind uns wichtig, nur sie setzen die Teile zu einem Ganzen zusammen. Gute Ideen sind die Grundlage, daraus kreieren und entwickeln wir Konzepte für Sie, für dich, für uns. | piece of pie

Was gibt es für Kreativworkshops bei piece of pie?

Neben der "klassischen" Agenturarbeit bieten die beiden seit einem halben Jahr auch Workshops an. Als Yara mir davon erzählte, war ich sofort Feuer und Flamme und wollte es unbedingt selbst ausprobieren!
Wir haben beide zuvor schon Workshops gegeben, Mau hat ebenfalls an seiner ehemaligen Universität in Chile unterrichtet. Mit unserem händischen Ansatz & der Idee, unser Wissen mit anderen teilen zu können, haben wir die Workshopreihe Ende 2018 ins Leben gerufen. Es macht uns wahnsinnig Spaß & so wollen wir andere auf ihrem kreativen Weg begleiten, ganz egal, ob man es ihr Beruf oder "nur" ein Hobby ist. | piece of pie  

Workshop "Kalligrafie"

Vor meinem ersten Kurs war ich unglaublich aufgeregt. Zwar habe ich für unsere Save the Date Karten schon ein wenig mit Hand Lettering gespielt, aber so richtige Kalligrafie mit Feder und Tinte, das war mir neu. Mit den typischen Gedanken im Kopf (“Was, wenn ich mich total bescheuert anstelle?”), aber auch mit ganz viel Vorfreude, schlug ich Samstagmorgen gegen 10 Uhr bei piece of pie auf. Und was soll ich sagen. Mein erster Kurs - und gleich so ein Juwel.
Wir zeichnen mit der Feder zeitgenössische Kalligrafie – dabei ist es ganz egal, ob du darin geübt bist oder blutige/r AnfängerIn. Mit unserem selbstentwickelten Übungsmaterial tauchen wir Schritt für Schritt in diese Welt ein. Dazu kommen einfache Elemente der Illustration, so kannst du auch für dich daheim das im Workshop gewonnene Wissen in viele Richtungen weiterentwickeln. | piece of pie
Insgesamt fünf Stunden verbrachten wir damit, zuerst die Grundlagen im Umgang mit Tinte und Feder zu lernen und danach selbst Schriftzüge zu entwerfen, umzusetzen und mit Pinsel und Farbe zu perfektionieren.
Vor allem der richtige Winkel der Buchstaben machte uns Teilnehmerinnen immer wieder zu schaffen. Aber Mau und Yara standen uns die gesamte Zeit über mit vielen Ratschlägen und Übungsmaterial zur Seite. Man merkt den beiden ihre Leidenschaft an, die auch unfassbar ansteckend ist. Ein Fleck, über den ich mich furchtbar ärgerte, wurde durch Yara zum Highlight auf einem der Bilder; einfach durch den Wechsel der Perspektive.
Trotzdem scheuten sich beide nicht, uns auf Fehler aufmerksam zu machen und zeigten direkt, was man beim nächsten Versuch anders und besser machen konnte. Learning by doing. So verstrichen die Stunden wie im Flug und ich hatte am Ende weniger das Gefühl, einen anstrengenden Kurstag hinter mir zu haben (auch wenn mein Kopf vor all dem neuen Wissen überlief), sondern einen wunderschönen Nachmittag mit Freunden. Denn auch die anderen Kursteilnehmer harmonierten perfekt und es machte unglaublich viel Spaß, gemeinsam die Erfolge zu sehen.
Alle Werke und Werkzeuge wurden am Ende vorsichtig nach Hause transportiert, wo sie gespannt auf ihren nächsten Einsatz warten!
Für wen ist der Kurs gemacht?
Für Anfänger, die gerne in die Welt der Kalligrafie schnuppern wollen ODER schon Erfahrungen mit zum Beispiel Hand Lettering haben und in eine neue Methode ausprobieren möchten. 
Was kostet der Kurs?
85 Euro inklusive Materialien, Snacks, Getränken und Mittagessen


Workshop "Raw Draw"

Mein zweiter Workshop bei piece of pie fand ebenfalls an einem Samstag statt. Dieses Mal sollten wir mit Graphic Pens bewaffnet in die Welt der Tiere und Pflanzen eintauchen.
In unserem 5-stündigen Workshop geht es darum, Abbildungen aus Flora und Fauna aufs Papier zu bekommen. Wir bedienen uns an Motiven aus der Pflanzen- und Tierwelt, hier geht es allerdings nicht darum, eine perfekte Kopie zu schaffen, sondern ein Gespür für Formen und deren Darstellung zu bekommen. Indem du deine persönliche Entwicklung und individuelle Ausdrucksweise einbeziehst, lernst du von uns die Anwendung von Texturen, das genaue Beobachten und den Einsatz von Farben – hilfreiche Techniken, um schöne Kompositionen und fantastische Zeichnungen zu zaubern. | piece of pie
Auch hier ging es zuerst mit ein paar Grundlagenübungen los. Die Hände sollten locker und der Kopf frei werden. Am interessantesten fand ich dabei die Methode der Negativ-Form. So sollten wir nicht den Gegenstand an sich, sondern den  Raum um ihn herum zeichnen. Im nächsten Schritt ergab die freie Fläche in der Mitte dieses Raums dann die Umrisse des Gegenstandes. Mein liebster Satz dabei: "Eine Zitrone ist gar keine Zitrone - eine Zitrone sind vier Dreiecke!" Klingt ein bisschen verwirrend? In meinen Instagram-Storyhighlights findet ihr es noch genauer erklärt!
Nach vielen kleineren Übungen, die dazu dienten, ein Gespür für die Stifte, Licht und Struktur zu bekommen, sollten wir in der letzten Stunde dann noch eine eigene Zeichnung entwerfen. Ich entschied mich für ein ... sea pig! Nein, kein Meerschwein, sondern ein Scotoplanes globosa, eine Art Seegurke. Auf dem Bild oben könnt ihr es erkennen - und auch noch meine kleine Schüssel mit Ramen-Nudeln! Für beides muss ich noch einen Rahmen finden (höhöhö, Ramen rahmen) und dann kommen sie auch an die Wand!
Für wen ist der Kurs gemacht?
Für absolute Zeichen-Neulinge, die Grundlagen verstehen und direkt anwenden wollen ODER für Gelegenheitsszeichner, die ihre Technik verbessern oder mit einem neuen Material (Graphic Pens) spielen wollen. 
Was kostet der Kurs?
85 Euro inklusive Materialien, Snacks, Getränken und Mittagessen

Und was gibt es noch?

Wem Kalligraphie und Zeichnen noch nicht genug sind, findet auf der Website von piece of pie noch weitere Kreativworkshops:
  • Workshop Buchbinden
  • Wochen-Workshop Kreatives Schreiben & Gestalten
  • außerdem: Mappenberatung für Designstudiengänge
Bitte beachtet, dass alle Kurse im wechselnden 3-Monats-Turnus angeboten werden. Sollte ein Kurs derzeit nicht auf der Website ausgeschrieben sein, fragt einfach direkt nach dem nächsten Termin. Er findet auf jeden Fall statt!

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Yara und Mau für die zwei tollen Samstagnachmittage bedanken. Nicht nur die ganzen Learnings aus den Kursen, auch die Stimmung, das Mittagessen und all die ermutigenden Worte waren es absolut wert!


Kreativworkshops bei piece of pie | Werbung


Wer in Leipzig nach Möglichkeiten sucht, sich kreativ auszuleben, wird bei piece of pie fündig! Das Studio für Grafikdesign im Norden von Leipzig wird seit 2017 von Yara betrieben, die ich abseits unserer beider Jobs über Freunde kennen und lieben gelernt habe. 2018 stieg auch noch Mau in die Agentur mit ein, ebenfalls Grafikdesigner. Die Hingabe der beiden zu Grafik und Design fühlt man in jeder Ecke des Studios, welches gleichzeitig auch Yaras Wohnung ist. Man ist also direkt 100 % drin - perfekt!
© piece of pie
Wir sind Gestalter mit Hand und Herz. Wir legen Wert auf das Wesentliche, auf klare Strukturen, und gute Lesbarkeit. Details sind uns wichtig, nur sie setzen die Teile zu einem Ganzen zusammen. Gute Ideen sind die Grundlage, daraus kreieren und entwickeln wir Konzepte für Sie, für dich, für uns. | piece of pie

Was gibt es für Kreativworkshops bei piece of pie?

Neben der "klassischen" Agenturarbeit bieten die beiden seit einem halben Jahr auch Workshops an. Als Yara mir davon erzählte, war ich sofort Feuer und Flamme und wollte es unbedingt selbst ausprobieren!
Wir haben beide zuvor schon Workshops gegeben, Mau hat ebenfalls an seiner ehemaligen Universität in Chile unterrichtet. Mit unserem händischen Ansatz & der Idee, unser Wissen mit anderen teilen zu können, haben wir die Workshopreihe Ende 2018 ins Leben gerufen. Es macht uns wahnsinnig Spaß & so wollen wir andere auf ihrem kreativen Weg begleiten, ganz egal, ob man es ihr Beruf oder "nur" ein Hobby ist. | piece of pie  

Workshop "Kalligrafie"

Vor meinem ersten Kurs war ich unglaublich aufgeregt. Zwar habe ich für unsere Save the Date Karten schon ein wenig mit Hand Lettering gespielt, aber so richtige Kalligrafie mit Feder und Tinte, das war mir neu. Mit den typischen Gedanken im Kopf (“Was, wenn ich mich total bescheuert anstelle?”), aber auch mit ganz viel Vorfreude, schlug ich Samstagmorgen gegen 10 Uhr bei piece of pie auf. Und was soll ich sagen. Mein erster Kurs - und gleich so ein Juwel.
Wir zeichnen mit der Feder zeitgenössische Kalligrafie – dabei ist es ganz egal, ob du darin geübt bist oder blutige/r AnfängerIn. Mit unserem selbstentwickelten Übungsmaterial tauchen wir Schritt für Schritt in diese Welt ein. Dazu kommen einfache Elemente der Illustration, so kannst du auch für dich daheim das im Workshop gewonnene Wissen in viele Richtungen weiterentwickeln. | piece of pie
Insgesamt fünf Stunden verbrachten wir damit, zuerst die Grundlagen im Umgang mit Tinte und Feder zu lernen und danach selbst Schriftzüge zu entwerfen, umzusetzen und mit Pinsel und Farbe zu perfektionieren.
Vor allem der richtige Winkel der Buchstaben machte uns Teilnehmerinnen immer wieder zu schaffen. Aber Mau und Yara standen uns die gesamte Zeit über mit vielen Ratschlägen und Übungsmaterial zur Seite. Man merkt den beiden ihre Leidenschaft an, die auch unfassbar ansteckend ist. Ein Fleck, über den ich mich furchtbar ärgerte, wurde durch Yara zum Highlight auf einem der Bilder; einfach durch den Wechsel der Perspektive.
Trotzdem scheuten sich beide nicht, uns auf Fehler aufmerksam zu machen und zeigten direkt, was man beim nächsten Versuch anders und besser machen konnte. Learning by doing. So verstrichen die Stunden wie im Flug und ich hatte am Ende weniger das Gefühl, einen anstrengenden Kurstag hinter mir zu haben (auch wenn mein Kopf vor all dem neuen Wissen überlief), sondern einen wunderschönen Nachmittag mit Freunden. Denn auch die anderen Kursteilnehmer harmonierten perfekt und es machte unglaublich viel Spaß, gemeinsam die Erfolge zu sehen.
Alle Werke und Werkzeuge wurden am Ende vorsichtig nach Hause transportiert, wo sie gespannt auf ihren nächsten Einsatz warten!
Für wen ist der Kurs gemacht?
Für Anfänger, die gerne in die Welt der Kalligrafie schnuppern wollen ODER schon Erfahrungen mit zum Beispiel Hand Lettering haben und in eine neue Methode ausprobieren möchten. 
Was kostet der Kurs?
85 Euro inklusive Materialien, Snacks, Getränken und Mittagessen


Workshop "Raw Draw"

Mein zweiter Workshop bei piece of pie fand ebenfalls an einem Samstag statt. Dieses Mal sollten wir mit Graphic Pens bewaffnet in die Welt der Tiere und Pflanzen eintauchen.
In unserem 5-stündigen Workshop geht es darum, Abbildungen aus Flora und Fauna aufs Papier zu bekommen. Wir bedienen uns an Motiven aus der Pflanzen- und Tierwelt, hier geht es allerdings nicht darum, eine perfekte Kopie zu schaffen, sondern ein Gespür für Formen und deren Darstellung zu bekommen. Indem du deine persönliche Entwicklung und individuelle Ausdrucksweise einbeziehst, lernst du von uns die Anwendung von Texturen, das genaue Beobachten und den Einsatz von Farben – hilfreiche Techniken, um schöne Kompositionen und fantastische Zeichnungen zu zaubern. | piece of pie
Auch hier ging es zuerst mit ein paar Grundlagenübungen los. Die Hände sollten locker und der Kopf frei werden. Am interessantesten fand ich dabei die Methode der Negativ-Form. So sollten wir nicht den Gegenstand an sich, sondern den  Raum um ihn herum zeichnen. Im nächsten Schritt ergab die freie Fläche in der Mitte dieses Raums dann die Umrisse des Gegenstandes. Mein liebster Satz dabei: "Eine Zitrone ist gar keine Zitrone - eine Zitrone sind vier Dreiecke!" Klingt ein bisschen verwirrend? In meinen Instagram-Storyhighlights findet ihr es noch genauer erklärt!
Nach vielen kleineren Übungen, die dazu dienten, ein Gespür für die Stifte, Licht und Struktur zu bekommen, sollten wir in der letzten Stunde dann noch eine eigene Zeichnung entwerfen. Ich entschied mich für ein ... sea pig! Nein, kein Meerschwein, sondern ein Scotoplanes globosa, eine Art Seegurke. Auf dem Bild oben könnt ihr es erkennen - und auch noch meine kleine Schüssel mit Ramen-Nudeln! Für beides muss ich noch einen Rahmen finden (höhöhö, Ramen rahmen) und dann kommen sie auch an die Wand!
Für wen ist der Kurs gemacht?
Für absolute Zeichen-Neulinge, die Grundlagen verstehen und direkt anwenden wollen ODER für Gelegenheitsszeichner, die ihre Technik verbessern oder mit einem neuen Material (Graphic Pens) spielen wollen. 
Was kostet der Kurs?
85 Euro inklusive Materialien, Snacks, Getränken und Mittagessen

Und was gibt es noch?

Wem Kalligraphie und Zeichnen noch nicht genug sind, findet auf der Website von piece of pie noch weitere Kreativworkshops:
  • Workshop Buchbinden
  • Wochen-Workshop Kreatives Schreiben & Gestalten
  • außerdem: Mappenberatung für Designstudiengänge
Bitte beachtet, dass alle Kurse im wechselnden 3-Monats-Turnus angeboten werden. Sollte ein Kurs derzeit nicht auf der Website ausgeschrieben sein, fragt einfach direkt nach dem nächsten Termin. Er findet auf jeden Fall statt!

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Yara und Mau für die zwei tollen Samstagnachmittage bedanken. Nicht nur die ganzen Learnings aus den Kursen, auch die Stimmung, das Mittagessen und all die ermutigenden Worte waren es absolut wert!


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