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[Zu Gast bei] Jamie Oliver's Fifteen

Mittwoch, 17. September 2014
Ich muss gestehen, ein wenig bin ich gerade wohl immer noch in so einer Traumblase gefangen oder schwebe auf einer Nach-dem-Urlaub-Wolke, während ich diesen Post schreibe. Deswegen entschuldigt, sollte es jetzt allzu rosarot werden!
Drei Tage London haben Herr J. und ich nun hinter uns - drei Tage auf gefühlten 200° mit Hummeln im Hintern und am Abend Kühlakkus unter den Füßen ;)
Drei Tage in einer großartigen Stadt unter tollen Menschen und mit wahnsinnig gutem Essen - und genau darum soll es sich heute erst einmal drehen!

Für den ersten Abend unserer Reise hatte ich nämlich in weiser Voraussicht schon im Juli einen Tisch im Fifteen reserviert - genau - in dem Fifteen!
Ich bin mit Jamie im Fernsehen groß geworden (was nicht heißen soll, dass ich vor dem Fernseher groß geworden bin, auch wenn ich wahrscheinlich schon reichlich geschaut habe ;) ) - am Wochenende durfte ich mir die Wiederholungen von Oliver's Twist bei Oma anschauen und ich weiß noch, dass ich im Eifer einmal kleine Blätterteigtörtchen mit einer Sahne-Karamell-Füllung nachbacken wollte - dabei nahm ich allerdings saure statt normale Sahne und es hat natürlich furchtbar geschmeckt. Meiner Liebe zu Jamie tat dies aber (zum Glück) keinen Abbruch.



Nun weiter im Text. Das Fifteen wurde 2002 im 15 Westland Place London N1 7LP eröffnet und wer damals Jamie's Kitchen verfolgt oder sich ein wenig über das Restaurant belesen hat, weiß, dass hier jedes Jahr zwischen 15 und 18 Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen aufgenommen und ausgebildet werden, um später selbst in der Gastronomieszene Fuß zu fassen.

Auf dem Weg zum Fifteen stiegen wir schon an der Station Moorgate aus und liefen die restlichen 10 Minuten zu Fuß - vorbei an kleinen Bars und dem Bunhill Fields Burial Grounds (da möchte ich dann gerne noch einmal bei Tageslicht hin). 

Angekommen wurden wir herzlich begrüßt und zu unserem Tisch geführt. Das Fifteen ist in zwei Bereiche unterteilt: auf der oberen Etage befindet sich zum einen eine (Cocktail-)Bar mit einigen bequemen Sofas als Sitzmöglichkeiten neben den Barhockern, auf welchen ihr eure Cocktails genießen könnt, ehe es zu Tisch geht (oder einfach nur so, ohne später noch etwas zu essen) und dem eigentlichen Restaurantbereich, welcher sich über beide Etagen erstreckt. 
Oben habt ihr dazu noch den alten Steinofen, in welchem das hauseigene Brot gebacken wird - unten die offene Küche, in welcher ihr die Köche beim Hantieren beobachten könnt. 
Erwähnung müssen hier auch unbedingt die unglaublich schönen Toilettenräume finden - sowas sagt schon viel über ein Restaurant aus!





Die Einrichtung traf genau unseren Geschmack, nur die Musik lies uns manchmal schmunzeln. Zwischen chilliger Loungemusik mogelten sich ab und an auch englische Klassiker, die dann mit begeistertem Fußwippen begrüßt wurden!

Auf der Homepage des Fifteens hatten wir vorher schon einmal einen Blick auf die Speisekarte des Abends geworfen, so dass uns die Wahl später sehr leicht fiel. Die Karte variiert übrigens täglich! 

Zum Einstieg gab es für beide einen Silver Fizz und das hausgemachte Brot mit einem Klecks Butter.




Als Hauptgang teilten wir uns Rotisserie whole Norfolk chicken, crispy potato cake, aioli, rocket also ein gegrilltes Hähnchen mit einem in Scheiben geschnittenen, knusprigen Kartoffelkuchen, selbstgemachtem Aioli und Rucola.



Was soll ich großartig sagen - es war einfach köstlich! Das saftige Hähnchen mit dem tollen Bratensaft, dazu der knusprige Kartoffelkuchen und der würzige Rucola. Unserer Meinung nach hätte es nur noch ein Klecks mehr Aioli sein dürfen, dann wäre alles mehr als perfekt gewesen!

Witzige Geschichte am Rande: Wir waren die ersten im Restaurant, die sich ihr Essen bestellten und es demnach auch relativ zügig bekamen. Erstaunlicherweise wurde nach uns signifikant oft das "ganze Norfolker Brathähnchen" geordert - so gut muss das also auch in den Augen der anderen ausgesehen haben ;)

Da so ein ganzes Hähnchen ganz schön satt macht, konnten die in meinen Augen relativ kleinen Portionen des Desserts unsere Stimmung nicht trüben. Ich ergötzte mich an Texture of chocolate und Herr J. nahm auf meinen Wunsch Empfehlung hin Blackberrys, buttermilk & fennel icecream, granola - eine Wucht sag ich euch! Ich durfte seine Hälfte noch verspeisen und hab genüsslich vor mich hin geleckt gegessen.



Hätte jetzt noch etwas hineingepasst, hätten wir wahrscheinlich auch noch die Käseplatte Selection of British cheeses & crackers probiert, aber wie waren pappsatt und einfach nur glücklich!


Der Service im Restaurant hat uns auch positiv überrascht - ich finde nicht die richtigen Worte dafür, deswegen zitiere ich jetzt mal einen Bericht, den ich irgendwo irgendwann einmal gelesen habe: "Man kommt sich vor wie in einem großen Wohnzimmer!" - und genau so ist es. Alle scherzen und agieren so freundschaftlich miteinander und man kauft ihnen ab, dass das echt ist und die Ausbildung im Fifteen den Leuten nicht ihre Individualität genommen hat. Unsere Kellnerin war wohl etwas im Stress, dafür nahm sich das 'Kellner-Mädel-für-alles' furchtbar viel und gerne Zeit für uns. Schade, dass ich kein Bild mit ihr gemacht habe.  Ein anderer Kellner pfiff ein schmuckes Liedchen, während er seine Gäste bediente und an der Bar wurde mit den dort sitzenden Leuten gescherzt - ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Der Service ist wirklich einzigartig! 



Wer also schon immer mal in London sehr gut dinieren und einfach einen schönen Abend haben wollte, ohne sich an etwaige Etiketten oder Vorschriften in der Bestecknutzung halten zu müssen: hier seid ihr richtig!

Natürlich ist es ein Restaurant der gehobeneren Klasse, die Preise sprechen schließlich für sich, aber für einen besonderen Abend und dieses absolut köstliche Essen, gepaart mit dem ausgezeichneten Service darf es auch mal etwas mehr sein. Eine absolute Empfehlung meinerseits!

Jamie Oliver's Fifteen
15 Westland Place N1 7LP London
Mittags von 12 - 15:00 Uhr
Abends von 18 - 22:00 Uhr

[Städtetrip] Ein Wochenende in München

Montag, 8. September 2014
Einige von euch konnten auf Instagram sicher schon erraten, wo es Herrn J. und mich dieses Wochenende hinverschlagen hatte - in den Süden - nach München! Wir besuchten Herrn J.s Bruder und verbrachten ein wunderbares Wochenende in und um die Landeshauptstadt. (Das Brüderlein wohnt nebst Freund und Hund nämlich in so einem niedlich kleinem Dorf - ich hab extra gefragt, man darf Dorf sagen ;) - ein paar Autominuten von München entfernt).

Ich muss leider gestehen, dass ich zu München ein eher vorurteilbehaftetes Verhältnis gehegt habe. Schickimicki-Bayern, die über so ein Ost-Mädel wie mich sicherlich nur die Nase rümpfen werden, so dachte ich mir das. Ein Glück wurde ich eines besseren belehrt - viel besser! 

Das erste, was mir aufgefallen ist: die Bayern sind so unglaublich freundlich. Alle! ALLE! Vielleicht bin ich während der drei Tage auch nur an die nettesten der nettesten Bayern geraten, aber sie waren alle so freundlich und herzlich, da bleibt einem die Spucke weg. 
Das zweite, was sich mir eingebrannt hat: die Bayern fahren unglaublich schnell und gewagt. Alle! ALLE! Da bleibt dir auch die Spucke weg ;)

Nun aber zu meinem kleinen Reisebericht.
Am Freitag ging es los mit dem ADAC Postbus Richtung Süden (ich werde am Ende des Posts noch mal kurz meine Erfahrungen mit dem Fernbusunternehmen wiedergeben, denn vielleicht will einer ja auch demnächst damit reisen!). Mit einer Stunde Verspätung landeten wir am Abend im warmen, sonnigen München und wurden herzlichst empfangen. Da die lange Busfahrt und sichtlich geschlaucht hatte, gingen wir den Abend entspannt mit einem leckeren BBQ und viel Federweißer an!

Am Samstagmorgen gab es dann schon die erste Prämiere: ein Weißwurstfrühstück für Herrn. J. und mich! Ich fands spitze - Herr J. meinte 'ging so' ;)
So gestärkt ging es dann auf zur obligatorischen Stadttour! Wir starteten am Isartor und arbeiteten uns über den Viktualienmarkt weiter ins Stadtinnere. Am Rathaus vorbei hin zum Stachus und von dort dann auf Richtung Schuhbeck-Imperium, vorbei am Dallmyer Kaffeehaus und den vielen vielen netten Menschen ;)








In der Schuhbeckchen Eisdiele fiel vor allem mir die Wahl überhaupt nicht leicht. Und bei 1,50 pro Kugel will das ja gut überlegt sein! Schlussendlich bekam ich einmal Birne und einmal Ingwer - und es war sagenhaft! Ich hätte ja gerne einfach mal den Löffel in die ganzen ausgefallenen Kreationen wie Gurke-Dill, Basilikum oder Mango-Chili gesteckt, aber auch mit den 'Standard'-sorten wie Schoko oder Heidelbeer ist man dort gut bedient!




Natürlich durfte auch ein kurzer Abstecher ins Hofbräuhaus nicht fehlen, nur, damit man später mal sagen kann 'Da war ich auch mal!'. Allerdings waren wir wohl doch ein bisschen froh, bei den ganzen Massen schnell wieder ans Tageslicht zu kommen ;)



Um die Runde abzuschließen, gab es noch einen kleinen Happen auf dem Viktualienmarkt und einen Kaffee (bzw. Tee für mich) in dem süßen kleinen Tranquillo-Laden, in dem ich auch diese tollen Stempel gefunden habe. Außerdem besuchten wir noch kurz die waghalsigen Surfer am Eisbach, eine riesige Traube an Touristen hatte sich dort gesammelt, doch wir hatten Glück und bekam von links hinten doch noch eine gute Sicht ;)



Am Abend besuchten wir Erding (ja - das mit dem berühmten Weißbier ;) ) und durften im Effe & Gold Platz nehmen. Die Burger dort sind schlichtweg der Wahnsinn! Wir hatten 3x den Imperator und einmal den klassischen Burgermeister, dazu normale und Süßkartoffel-Pommes. Wer sich hier einmal durch die Karte klicken möchte, wird verstehen, wieso ich so vom Laden schwärme!
Tolles Ambiente, leckeres Essen und (wie sollte es auch anders sein) super freundliche Bedienung! 




Danach zogen wir weiter um den Abend im Erdinger Weissbräu ausklingen zu lassen, wo wir uns durch die verschiedenen Biersorten testeten. Ich bin ja eigentlich nicht der typische Biertrinker, aber selbst ich hab ein ganzes geschafft ;)



Der Sonntagmorgen verflog viel zu schnell, so dass wir nur noch einen Abstecher zum Gelände des Oktoberfestes einplanten, wo gerade wieder aberhunderte an Bierzelten aufgebaut wurden. Dann hieß es auch schon Abschied nehmen und ab in den Fernbus. Tschau München!

Zum ADAC Postbus
Ich war positiv überrascht von diesem Fernbusunternehmen. Mit Sitzplatzreservierung kamen wir auf den gleichen Preis wie bei anderen Fernbussen, ohne Reservierung. Die Sitze sind komfortabel und lassen sich genügend weit nach hinten klappen. Ein kleiner Minuspunkt ist die Toilette, wer auch immer sich da das Design ausgedacht hat, sollte mal eine gesamte Busfahrt darauf verbringen. Das Wasser des Waschbeckens spritzt einfach überall hin, nur nicht ins Becken und es gibt nirgends einen Haltegriff, was ich gerade bei älteren Fahrgästen als sehr problematisch erachte.
Doch das schlechte Klo ist schnell vergessen, betrachtet man das Medienangebot an Bord. Über Filme, Serien und Dokus lässt sich alles über die Mediathek alles finden und durch das buseigene Wlan (was hier richtig gut funktionierte) auch problemlos anschauen. Die jeweils einstündige Verspätung auf hin- und rückzu lässt sich da also schnell vergessen ;)
Noch kurz ein Wort zur Verpflegung: Kaffee und Kakao lecker, allerdings waren nicht alle auf der Karte angegebenen Snacks dann auch wirklich im Korb des Busfahrers vertreten. Sehr schade!
Zum Busfahrer: Auch hier merkt man wieder die Freundlichkeit der Münchener. Während wir auf hinzu anscheinend einen Berliner am Steuer hatten, der nicht mal was zur Gurtpflicht sagte und ab den letzten beiden Stopps einfach mal gar nichts mehr von sich gab, unterhielt uns der Münchener auf rückzu mit kleinen Anekdoten und war auch sonst sehr zuvorkommend und witzig.

Alles in allem: damit fahr ich wieder!

Das war es nun aus München - ich hoffe, unser kleiner Abstecher hat euch gefallen :)

Habt ihr noch Geheimtipps in und um München, die man auf keinen Fall verpassen sollte?



[Übern Tellerrand] Kokos-Cheesecake-Bars von Bake it!

Donnerstag, 4. September 2014
Pünktlich zum Donnerstag räume ich erneut meine Tellerchen zusammen, um Platz für eine tolle Bloggerin zu machen! Heute darf Kimi hier die Sau rauslassen - und die verzaubert mich nicht nur immer wieder mit ihrem wunderbar lockerflockigen Schreibstil, sondern auch mit ihren unheimlich tollen Rezepten!

***

Liebe Thank you for eating Leser,
Hui, ich muss ja sagen, dass ich ein bisschen unter Druck stehe, jetzt nach so vielen tollen Gastbloggern auch einen Gastpost zu verfassen. Aber ich freu mich riesig!
Damit ihr wisst, mit wem ihr es hier zu tun habt, möchte mich noch mal schnell vorstellen. Blöd ne, wenn eigentlich noch ein leckerer Käsekuchen wartet? Aber ich mach ganz schnell. Ich bin Kimi und blogge seit Anfang des Jahres auf Bake it! Die Idee des Blogs entsprang einer schlaflosen Nacht und sollte sich ursprünglich um eines meiner liebsten Hobbies drehen, dem Backen. Da ich allerdings mindestens genau gerne koche, findet ihr auch herzhafte Gerichte und aufgrund meiner Wurzlen unter anderem auch vietnamesische Gerichte. Aber vielleicht macht ihr euch ja selbst ein Bild.



So, jetzt kommen wir endlich zum besten Part des Gastposts ;-) Wie es für einen guterzogenen Gast gehört, habe auch ich etwas mitgebracht – Kokos-Cheesecake Bars ,die von der Machart und Konsistenz einem New York Cheesecake gleich sind, also schön cremig und mehr Dessert als Kuchen. 

Was ihr braucht
Für eine quadratische Backform (20 x 20 cm) oder ersatzweise eine Springform (Ø 22 cm) 

  • 12 Zwieback
  • 50 g Kokosraspel
  • 100 g Butter
  • 3 Eier
  • 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
  • 300 g Doppelrahmfrischkäse
  • 200 Zucker
  • 30 g Speisestärke
  • Abrieb einer Bio Zitrone




Wie ihr es macht

1 Für den Boden den Zwieback und Kokosraspel mit einer Küchenmaschine gründlich zerkleinern.
Die Backform mit Backpapier aus legen (oder Backpapier in die Springform klemmen).

2 Butter schmelzen und mit den Krümeln vermischen. Die Masse in der Form zu einem glatten Boden drücken und mindestens 30 Minuten kaltstellen.
Den Ofen auf 150° C (Umluft) vorheizen.

3 Für die Käsecreme Frischkäse, Kokosmlich, Zitronenabrieb , Speisestärke und Zucker glattrühren. Eier nacheinander unterrühren. Die Käsemasse in die Backform füllen (wenn du eine Springform verwendest, dichte diese mit Alufolie ab).

4 Den Kuchen in eine große Auflaufform stellen und in die Auflaufform etwa 2-3 cm hoch kochendes Wasser gießen. Ca. 50-60 Minuten backen, anschließend den Ofen ausschalten und den Kuchen noch ca. 20-30 Minuten im Ofen stehen lassen.

5 Den Kuchen in der Form abkühlen lasssen, dann mit Klarsichtfolie abdecken und einige Stunden kaltstellen. Den Kuchen dann aus der Form nehmen, indem man diesen an dem Backpapier raushebt und in gefällige Stücke schneiden.



Und das ist es schon gewesen von mir. Ich hoffe, euch gefällt mein kleines Gastgeschenk. Vielen Dank, liebe Liv, dass ich bei zu Gast sein durfte. Mir hat es unheimlich Spaß gemacht und vielleicht kann ich ja den einen oder anderen von euch demnächst in meinen 4 Wänden begrüßen
Bis dahin sende euch die liebsten Grüße!
Kimi


Vielen vielen lieben Dank, liebste Kimi, dass du uns mit deinen Kokos-Cheescake-Bars den Mund wässrig gemacht hast! ;) Ich möchte jetzt gerne in meinen Laptop beißen..hrampf!


[Übern Tellerrand] Sonnenweizen-Muffins von Jankes*Soulfood

Dienstag, 2. September 2014
Heute darf ich wieder einen Gast bei mir begrüßen, die liebe Janke von Jankes*Soulfood schaut vorbei und hat ein tolles Rezept für herhafte Muffins im Gepäck!

***

Hallo liebe Leser von Thank you for eating,

ich heiße Janke und freue mich sehr, dass ich heute bei Liv zu Gast sein darf, denn ich finde sie und ihren Blog herrlich frisch und sympathisch.
Als sie bei der Aktion „Übern Tellerrand“ auf ihre Seite eingeladen hat, habe ich mich deshalb laut schnipsend gemeldet – und schwupps, da bin ich :)

Mich als Blogger gibt es erst seit Ende April 2014. Eine gesundheitliche Auszeit hat mir dieses „Baby“ quasi beschert und nun möchte ich es nicht mehr missen.
Auf Jankes*Soulfood gibt es herzhafte, süße, kleine und große Gerichte zu entdecken.

Ich koche meist unkompliziert quer durch Kühlschrank und Garten mit frischen, unverarbeiteten Zutaten. 
Die Liebe zum Backen habe ich von meinen Omas, die eine machte die herrlichsten Rührkuchen und eine legendäre Prinzregententorte, die andere hat jahrelang Bauernbrot im Backhaus zubereitet und ist eine Hefekuchenqueen. 

Meine besondere Vorliebe gilt jeder Form von Gebäck, Snacks und Fingerfood, deshalb habe ich euch heute herzhafte Muffins mitgebracht.




Sonnenweizen-Muffins mit Brokkoli

Was ihr braucht

  • 200g Sonnenweizen
  • 200g Brokkoli
  • 125g Mozzarella
  • 1-3 Stängel Basilikum
  • 200g Sahne
  • 1 Ei
  • 3EL Speisestärke
  • Pfeffer & Salz
  • 1 Prise Zucker
  • Muskat
  • Paprikapulver (edelsüß)



Wie ihr es macht

1 Brokkoli putzen, in kleine Röschen teilen und in Salzwasser bissfest garen.
Mit einem Schöpflöffel herausnehmen und den Sonnenweizen im Wasser nach Anleitung garen.

2 Basilikum waschen und hacken.
Brokkoli zerkleinern und den Mozzarella in Würfel schneiden.

3 Sahne, Ei und Speisestärke gut miteinander verrühren und mit Zucker, Salz, Pfeffer, Muskat und Paprikapulver kräftig würzen.
Brokkoli, Basilikum und Sonnenweizen unterrühren.

4 Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen.

5 Wenn ihr ein normales Muffinblech benutzt, fettet es ein und bestäubt es mit etwas Mehl.
Meine herzhaften Muffins mache ich meistens in Silikonförmchen, die man nur mit kaltem Wasser ausschwenken muss.
Die Masse reicht für 10-12 normalgroße Muffins.

6 Diese werden 5 Minuten gebacken, dann mit dem Mozzarella belegt und weitere 10 Minuten in den Ofen gestellt, bis der Käse zerlaufen und knusprig hellbraun ist.




Die Muffins schmecken ganz pur oder mit Salat und auch als Beilage zu Fisch und Fleisch, ganz wie man mag.

Wenn ihr nun ein bisschen neugierig seid, lade ich euch herzlich ein, bei mir in der Soulfoodküche vorbeizuschauen und euch hemmungslos durch mein kleines Archiv zu stöbern. Über Feedback oder Anregungen freue ich mich sehr.

Ganz lieben Dank für deine Gastfreundschaft, liebe Liv. Es war schön bei dir und ich komme gerne wieder ♥ 
Janke


Vielen lieben Dank für dein tolles Rezept, liebe Janke! Herzhafte Muffins gibt es in meiner Küche viel zu selten - das wird sich mit den Sonnenweizen-Muffins eindeutig ändern!



[Foodchallenge] Wie mich Pflaumenkrokant fast um den Verstand brachte..

Sonntag, 31. August 2014
Diesen Monat standen die Pflaumen auf dem Programmplan unserer Foodchallenge - und erstaunlicherweise ist kein einziger Pflaumenkuchen dabei herausgekommen. Unglaublich! ;) Dafür gibt es heute vier richtig tolle Gerichte für euch, von süß bis herzhaft!




Jazmin  verwöhnt und mit einem Pflaumencrumble mit Vanillesahne, bei Maria gibt es wunderbare Hähnchen-Pflaumen-Wraps mit Bacon und Honig-Senf-Soße, ich steure meine weiße Schoko-Zimt-Mousse mit Rosmarin-Pflaumen und Pflaumen-Krokant-Segel bei und Maike rundet das ganze mit ihre mollig warmen Pflaumenknödeln ab!

Die Überschrift sagt es schon, das Pflaumen-Krokant-Segel, was nicht nur am längst dauert, sondern auch echt tricky sein kann, hat mich fast dazu gebracht, meinen ganzen Plan zu verwerfen. Aber nein, wir bleiben stark!



Was ihr braucht

für den Pflaumen-Krokant

  • 1 kg Pflaumen (entsteint und halbiert)
  • 200 g Zucker
für die Mousse
  • 200 g Sahne
  • 200 g weiße Schokolade
  • nach Bedarf: 1/2 Blatt Gelantine
  • 1 TL Zimt
für die Rosmarin-Pflaumen
  • 200 g Pflaumen (entsteint und klein geschnitten)
  • 3 EL Puderzucker
  • 1 Zweig Rosmarin

Wie ihr es macht

1 Den Krokant bereitet ihr am besten schon am Vortag zu. Hierfür setzt ihr die halbierten Pflaumen mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech und gebt sie bei 200° für ca. 15 Minuten in den Ofen. Danach werden sie im Mixer fein püriert und mit den 200 g Zucker vermengt. 
Den Ofen nun auf ca. 60° herunterkühlen*. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und für 4-6 Stunden im leicht geöffneten Backofen trocknen lassen (wenn es nicht mehr klebrig ist und sich leicht vom Backpapier lösen lässt, ist es fertig). Das Krokant gut auskühlen lassen, in Stücke brechen und luftdicht aufbewahren.

* Wenn ihr (wie ich) einen Ofen habt, der Temperatureinstellungen nur bedingt genau zulässt, macht den Ofen lieber zu kalt, als zu heiß, sonst passiert es euch wie mir und eurer Krokant verbrennt.. zweimal..

2 Für die Mousse die weiße Schokolade schmelzen und kurz bei Seite stellen. Die Sahne gut steif schlagen und dann vorsichtig die Schokolade sowie den Zimt unterheben. In ein geeignetes Gefäß umfüllen und mindestens 2h kühl stellen!

3 Für die Rosmarin-Pflaumen die gestückelten Pflaumen zusammen mit dem Puderzucker und dem Rosmarinzweig in einer kleinen Pfanne erhitzen, bis sich eine cremige Soße um die Pflaumen herum gebildet hat.

4 Den Rosmarinzweig entfernen und die Pflaumen zusammen mit der Mousse und dem Krokant servieren.

Fertig ♥



Am besten schmeckt es, wenn die Pflaumen noch warm und die Mousse gut gekühlt aus dem Kühlschrank kommt! Wem die Mousse noch zu zimtig ist, der streut einfach noch ein wenig oben drüber - jumjumjum!

Macht euch noch einen schönen Sonntag!

[We love the 50s] The Instand Heart Attack Burger mit Pulled Pork & wunderbaren Bildern!

Samstag, 30. August 2014
Der Begriff des Pulled Pork kam mir schon vor einigen Jahren durch die Show BBQ Pitmasters zu Ohren.
Oh ja, sowas schau ich verdammt gerne! Bis dahin dachte ich, dass man diese Köstlichkeit nur in einem Smoker oder zumindest auf dem Grill zubreieten könnte - bis Zorra kam und mich eines besseren belehrte. Dank ihrer Inspiration für Pulled Pork aus dem Ofen, entstand mein Instant Heart Attack Burger





Und dieser erfüllt neben einem enormen Maß an Köstlichkeit gleich zwei Dinge: erstens ist er mein Beitrag zum tollen Blogevent von moment in a jelly jar - we love the 50s und zweitens kann ich mit dem Burger in Verbindung nochmal einige der tollen Bilder zeigen, die beim Shooting mit La Mélodie Photographique entstanden sind!

Okay, ich gebe zu, Burger & Mädchen in Punktekleidchen passen auf den ersten Blick vielleicht nicht so gut zusammen - aber mein Gott, das waren eben die 50er ;)



Instant Heart Attack Burger

Was ihr braucht
für 4 Personen

* da ich keine Feigen zur Hand hatte, habe ich meinen Schweinekamm auf drei, in Spalten geschnittenenen Zwiebeln gegart. Diese habe ich nach dem Garen von der Soße getrennt und auch noch auf die Burger gepackt!

Wie ihr es macht

1 Wärmt euer Pulled Pork in einer Pfanne kurz auf. (Wer nach dem Garen des Pulled Pork die Soße aufbewahrt hat, gibt hier 3-4 El hinzu!)
Schneidet eure Burger Buns auf und röstet sie kurz in einer Grillpfanne. Legt dann auf je einen Bun Deckel eine Scheibe Käse, damit sie schon ein wenig verläuft.

2 Den Bacon bratet ihr ebenfalls knusprig an und haut gleich danach noch die Eier nach einander in die Pfanne, damit ihr 4 schöne Spiegeleier bekommt!
In die noch warme (aber leere!) Pfanne gebt ihr dann 4 EL Erdnussbutter, damit sie schmilzt und sich mit dem Fett vermischt.

3 Bestreicht den Boden eurer Buns mit etwas Erdnussbutter (aus dem Glas, nicht der Pfanne) legt dann den Salat, den Bacon, das Pulled Pork und falls vorhanden: die gegarten Zwiebeln übereinander und begießt das ganze mit der Erdnussbuttersoße! Oben drauf setzt ihr dann je ein Spiegelei und den Deckel der Buns mit dem Käse!

Fertig ♥

Elvis wäre stolz auf diesen Burger gewesen - und hätte bestimmt gleich zwei davon verdrückt! ;)
Das Pulled Pork ist hierbei sicherlich der aufwändigste Teil und wer nicht die Zeit dazu findet, kann natürlich auch auf normale Hackfleischpatties zurückgreifen. Aber glaubt mir, wenn ihr einmal einen Pulled Pork Burger gegessen habt, wollt ihr nichts anderes mehr!

© links La Mélodie Photographique

© rechts La Mélodie Photographique

© oben La Mélodie Photographique


Die restlichen Bilder unseres wunderbaren Shootings und noch viele weitere schöne Fotos könnt ihr übrigens auch hier bewundern

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende! ♥

[Übern Tellerrand] Party-Röllchen von Insane in the Kitchen

Sonntag, 24. August 2014
Ihr liebsten aller liebsten Leser - verzeiht, dass ich wieder meinen Posten abgebe, um heute der tollen Sibel von Insane in the Kitchen Platz zu machen - ihr werdet es nicht bereuen!
Und in der neuen Woche stehe ich dann auch wieder bereit, versprochen hoch und heilig!

***

Hallo Ihr Lieben!

ich heiße Sibel und freue mich riesig Thank You For Eating heute kapern zu dürfen und langweile Euch mal zur Abwechslung mit meinem Gastbeitrag hier statt meine eigenen 5 Leser und Mutti drüben in meinem eigenen Blog Insane in the Kitchen - die brauchen schließlich auch mal eine Verschnaufpause von mir :) 

Da man aber nirgendswo einfach mal so ohne Mitbringsel aufschlägt habe ich Liv und Euch allen ein kleines Gastgeschenk mitgebracht - und zwar diese leckeren Party-Röllchen



Die sind der Renner auf jeder Party und werden auch mittlerweile gerne von meinen Gästen vorbestellt. Sie sind super einfach zu machen und die Zutaten hat man auch meist parat.

Was ihr braucht

  • 200gr. Frischkäse, natur
  • 200gr. Frischkäse, Kräuter
  • 80gr. mittelalter Gouda am Stück
  • 16 Scheiben junger Gouda
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 Eier
  • 3 Scheiben Schinken
  • Schnittlauch n. Bedarf
  • Salz, Pfeffer, Currypulver nach Geschmack
  • Party-Cracker




Wie ihr es macht

1 Eier hart kochen, klein hacken. Mittelalten Gouda und Schinken in kleine Würfelchen schneiden. Zwiebeln und Schnittlauch fein schneiden. Alle Zutaten (bis auf die Gouda-Scheiben versteht sich ^^) in einer Schüssel gut vermengen bis eine einheitliche Masse entsteht.

2 Gouda Scheiben mit der Masse bestreichen und von der kürzeren Seite einrollen. In Klarsichtfolie einwickeln und im Tiefkühler ca. 1,5 - 2 Std. kühlen. Eine Zubereitung über Nacht würde ich nicht empfehlen, da der Käse beim auftauen glitschig wird. Nach der angegebenen Zeit sind sie genau richtig, um in Form zu bleiben beim Schneiden.

3 Nun die Röllchen in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden und sie auf runden Crackern verteilen. Und schon seid Ihr fertig. 

Ich persönlich würde mir an Eurer Stelle schon 10 Stück in den Mund stopfen bevor ich sie den Gästen präsentiere, die sind nämlich sehr schnell weg. Gäste vom Buffet schubsen, um doch noch eins zu ergattern kommt vielleicht nicht so gut. ^^



Falls ich entgegen aller Erwartungen Euch mit meinem talentfreien Beitrag doch noch überzeugen konnte und Ihr wirklich nichts besseres zu tun haben solltet außer Eure Konservendosen nach Verfallsdatum im Vorratsschrank zu sortieren oder die Bedienungsanleitung Eurer Spülmaschine auswendig zu lernen, dann freue ich mich natürlich sehr, wenn Ihr bei mir vorbeischaut und meiner Mutti und den übrigen 5 Lesern Gesellschaft leistet.^^

Liebe Liv, ich danke Dir herzlich für Deine Gastfreundschaft! Es hat Spaß gemacht bei Dir! Du hast einen sooo tollen Blog, dass ich mich sehr freue Dich kennengelernt zu haben! Da wäre mir sonst was ganz großartiges durch die Lappen gegangen :)

Liebe Grüße,
Sibel


Ach liebe Sibel - ich weiß genau, wieso ich dich eingeladen habe, hier zu Gast zu sein - wenn du die Leute hier nicht zum Lachen bringst, wer dann?! :D
(Und unseren kleinen Röllchen-Witz behalte ich jetzt mal lieber für mich!)
Vielen lieben Dank für deinen tollen Gastbeitrag! ♥


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