Blumenkohl-Burger mit Rucola und Honig-Senf-Dressing

Das Wetter spielt heute mal wieder fabelhaft mit und verwöhnt uns mit richtig viel Sonnenschein & Frühlingsgefühlen! Damit es jetzt auch noch in Richtung Genuss läuft, habe ich euch heute einen leckeren Blumenkohl Burger mitgebracht!





Das war mein erster Versuch und ich habe einfach mal losgelegt. Im Nachhinein war es dann schwer, die genauen Mengenangaben in Erinnerung zu rufen, aber ich denke, ich konnte das ganz gut abschätzen ;)

Die Blumenkohlpatties ist zugegeben etwas knifflig, aber mit ganz viel Liebe wird es perfekt - und schmeckt richtig gut! Ihr könnt es bei den Gewürzen natürlich wieder so bunt treiben, wie es euch beliebt, ich bin heute etwas dezenter unterwegs gewesen und habe nur zu Salz, Pfeffer und etwas Knoblauch gegriffen :)

Was ihr braucht
für 4-6 Burger (je nachdem, wie groß ihr die Patties formt)

  • 1 Blumenkohl, in Röschen zerteilt
  • 1 Ei
  • große Prise Salz und Pfeffer
  • eine Knoblauchzehe, gepresst
  • 1 Ei
  • 150-200 g Dinkelmehl (je nachdem, wie weich euer Blumenkohlteig ist)
  • 2 Hand voll Haferflocken
  • Semmelbrösel
  • Öl zum Braten
  • 6 EL süßen Senf
  • 4 EL Honig
  • 3 EL Olivenöl
  • Rucola
  • Burgerbuns (ich verspreche, dass ich die auch irgendwann selber machen werde! ;))

Wie ihr es macht

1 Gebt eure Blumenkohlröschen in einen Topf, bedeckt sie mit kaltem Wasser und 1 TL Salz und lasst dann alles aufkochen. Nach ca. 3 Minuten sprudelnd kochen schaltet ihr den Herd aus und lasst die Röschen bei leicht geöffnetem Deckel ausdampfen. Das ganze dauert ca. 15 Minuten und euer Blumenkohl sollte dann weich sein.

2 Gießt die Röschen ab und schreckt sie mit kaltem Wasser. Mit einem Kartoffelstampfer werden die Röschen nun in einer großen Schüssel zusammen mit dem Salz, Pfeffer und Knoblauch zerstampft.
Anmerkung: Wer es ganz fein haben will, kann auch pürieren! 
Lasst alles kurz abkühlen und rührt dann das Ei, sowie Mehl und Haferflocken unter.
Anmerkung: Wirklich abkühlen lassen - sonst stockt euch das Ei!

3 Erhitzt Öl in einer Pfanne und formt aus einer kleinen Hand voll Blumenkohlmasse ein Pattie, welches ihr von beiden Seiten mit Semmelbrösel bestreut. In der heißen Pfanne von beiden Seiten 3-4 Minuten braten, dabei vorsichtig wenden. Verfahrt so nacheinander mit jedem Pattie (die fertigen können zum warmhalten und eine Schicht Alufolie!)
Anmerkung: Lässt sich kein Pattie formen (dafür wirklich mit Gefühl arbeiten), könnt ihr schrittweise noch etwas Mehl oder Haferflocken hinzu geben!

4 Schneidet eure Buns auf und belegt sie mit dem Rucola und den Patties (1-2 pro Burger). Aus dem Senf, Honig und Olivenöl rührt ihr schnell ein Dressing zusammen und gebt je 2 EL über eure Blumenkohlpatties. Noch etwas Rucola und Deckel oben drauf - fertig!


Die Blumenkohl-Patties sind außen knusprig und innen butterweich! Ich kann sie mir auch gut zu Reis und Curry vorstellen oder als kaltes Fingerfood auf einer Partyplatte mit Chilidip.. mhmmm ich komme schon wieder ins Schwärmen ;)

Wenn euch ein ganzer Blumenkohl zu viel ist, könnt ihr auch nur die Hälfte an Patties zubereiten und den Rest zu Blumenkohlstampf verarbeiten. Der passt auch lecker zum Sonntagsbraten!

Futter für die Seele - Ofengemüse mit Erdnussbutter-Soße!

Das Frühlingswetter lässt uns ja ganz schön im Stich.. leider. Aber wenn es draußen so stürmt (und bei einigen auch wieder schneit) braucht man etwas richtig tolles auf dem Teller. Und richtig toll ist das Ofengemüse mit Erdnussbutter-Soße, welches ich euch heute zeigen möchte!



Hier haben wir leckeren Chicorée, ein paar Möhrchen und rote Paprika, grüne Frühlingszwiebeln und tolle Kräuter wie Salbei und Rosmarin - serviert mit einer süß-scharfen Erdnussbutter-Soße (als Dip gesehen bei Anita von Olles Himmelsglitzerdings) in die ich mich einfach nur reinlegen könnte! 

Was ihr braucht
für 2 Personen

  • 2 Chirorée, geputzt und geviertelt 
  • 5 Möhren, geschält und halbiert
  • eine rote Paprika, in Streifen geschnitten
  • 3 Zwiebeln, geviertelt
  • ein Bund Frühlingszwiebeln, in 2 cm großen Stücken
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 5 Stängel Salbei
  • 100 ml Olivenöl
  • eine große Prise Salz + Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 EL Honig
für die Soße
angelehnt an Anitas Rezept
  • 2 EL Erdnussbutter
  • 100 ml heißes Wasser
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Currypulver
  • 1 TL gemahlene Chilis
  • Salz, Pfeffer

Wie ihr es macht

1 Mixt das Olivenöl mit ordentlich Salz und Pfeffer, dem gepressten Knoblauch und dem Honig. 

Heizt euren Backofen auf 200° vor und gebt das Gemüse (bis auf die Frühlings- und normalen Zwiebeln), sowie die Kräuter in eine Fettpfanne. Übergießt es mit dem Öl und mischt es noch einmal sanft aber gründlich durch! 
Für 15 Minuten in den Ofen damit!

2 Nach 15 Minuten schüttelt ihr das Gemüse gut durch und gebt die Frühlings- und normalen Zwiebelspalten hinzu. Für weitere 10 Minuten im Ofen lassen, wenn erforderlich die Temperatur etwas herunterdrehen!

3 In der Zwischenzeit verrührt ihr alle Zutaten für die Soße. 

Anmerkung: Es scheint zuerst, als würde die Erdnussbutter ausflocken bzw. als wäre die ganze Sache zu wässrig. Einfach weiterrühren und dann kurz abkühlen / stehen lassen. Die Erdnussbutter wird wieder etwas fester und gibt der Soße die nötige Bindung!

4 Das fertige Gemüse zusammen mit der Soße servieren und heiß mit einem leckeren Stück Baguette genießen!
Fertig ♥



Die süß-scharfe Soße passt perfekt zum leicht bitteren Chicorée und die Honig-Öl-Marinade zu den Möhrchen und Zwiebeln! Die Kräuter sind durch das Backen schön knusprig geworden und können samt Stiel verspeist werden! Natürlich könnt ihr beim Gemüse beliebig variieren, austauschen und ersetzen - zum Beispiel mit Zucchini, Tomaten oder Kartoffeln. Auch Spitzkohl habe ich schon aus dem Ofen kommen sehen! Eurer Fantasie sind da also keine Grenzen gesetzt!


PS: Und der Satz in der Fettpfanne lässt sich am Schluss wunderbar auftunken.. mhhmmmm!

Superschnelle Karamell-Eiscreme nach Jeanny!

Da ich nun endlich über ein relativ großes Gefrierfach verfüge, war es nur eine Frage der Zeit, ehe ich mein erstes Eis da reinhauen würde! Die letzten Tage waren so wunderbar warm - da habe ich das Internet nach einem Eiscremerezept ohne Eismaschine durchforstet - und bin bei Jeanny von Zucker Zimt und Liebe fündig geworden!



Ihre Karamell-Eiscreme (für mich ist es wirklich Eiscreme, soooooo cremig!!) geht so super schnell und einfach, ich kann es selbst immer noch nicht glauben!
Und sie lässt sich nach belieben erweitern, zum Beispiel mit untergehobenen Früchten oder Keksen - yummy!!


Was ihr braucht

Rezept nach Jeanny

  • 600 ml Sahne
  • 350 g Karamellcreme (gibts als Brotaufstrich im Supermarkt!)

Wie ihr es macht

1 Sahne steif schlagen und mit der leicht cremig verrührten Karamellcreme vermengen (das geht am besten durch mehrmaliges Unterheben!). Dabei könnt ihr ruhig noch ein paar Karamellstreifen übrig lassen, die machen sich toll im Eis!

2 Füllt die Sahnecreme in eine verschließbare Form (ca. 1 L) und lasst sie 4-6 Stunden (am besten über Nacht) durchfrosten. 
Mit euren Lieblingstoppings oder Schokosoße servieren oder einfach pur genießen!

Fertig ♥



Danke Jeanny für das tolle Rezept - ich habe noch eine riesige Menge Eis übrig und werde es ganz allein verdrücken! (Hier bitte ein böses Lachen einblenden!)

Ich hoffe, ihr habt ein wunderbares Wochenende!


Albondigas - Spanische Fleischbällchen als Hommage an Chemnitz

Ich hatte euch hier schon einmal von meinem Lieblingsspanier in Chemnitz berichtet. Da ich ja nun in Leipzig weile und so gut wie gar nicht mehr nach Chemnitz komme (ein Glück, dass Herr J. kostenlos Bahn fahren kann!) war es eindeutig an der Zeit, mir etwas vom Lieblingsspanier-Gefühl nach Hause zu holen!

In einem schon etwas älterem Kochbuch, was mir meine Mama damals zum Auszug mitgegeben hatte, fand ich ein Rezept für die spanischen Fleischbällchen, auch Albondigas genannt, die hoffentlich genauso schmecken sollten, wie wir es vom Spanier gewohnt waren!
Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Rezept ein wenig nach eigenem Gutdünken abgewandelt habe.. ihr kennt das ja ;)

Also Vorhang auf für die leicht abgewandelten Albondigas nach "Das 365 Tage Kochbuch*"!



Was ihr braucht
für 4 Personen

  • 600 g Rinderhack
  • 6 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 6 EL Milch
  • 1/2 TL gemahlenen Kümmel
  • 1/2 TL Oregano
  • 2 Knoblauchzehen
  • eine Hand voll Basilikum + etwas zur Deko, gehackt
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Paprika
  • 2 kleine Möhren
  • Öl
  • 1 EL Mehl
  • 500 g passierte Tomaten
  • Salz, Pfeffer

Wie ihr es macht

1 Für die Bällchen vermengt ihr das Hack mit den Semmelbröseln, dem Ei und der Milch. Würzt dann alles mit dem Kümmel, Oregano, einer gepressten Knoblauchzehe und dem Basilikum sowie ordentlich Salz und Pfeffer. Aus der Masse formt ihr nun etwa Golfballgroße Bällchen und stellt sie zur Seite.

2 Hackt die Zwiebel und würfelt Paprika und Möhren klein. In einer großen Pfanne erhitzt ihr das Öl und bratet darin zuerst die Zwiebel, dann das restliche Gemüse an. Gebt das Mehl darüber und lasst alles kurz anschwitzen. Gießt die passierten Tomaten hinzu und lasst alles aufköcheln. Gebt eine große Prise Salz und Pfeffer, sowie die zweite Knoblauchzehe (gespresst) hinzu und setzt dann die Bällchen in die Tomatensoße. Auf mittlerer bis schwacher Hitze 30 Minuten garen diese nun bei geschlossenem Pfannendeckel. Nach etwa der Hälfte der Zeit könnt ihr sie einmal wenden.

3 Schmeckt zum Schluss die Soße noch einmal mit ordentlich Salz und Pfeffer sowie Oregano ab. Serviert die Bällchen heiß mit etwas Baguette, dem restlichen Basilikum und am besten einem kühlen Glas Bier oder Wein!

Fertig ♥





Die Bällchen sind wunderbar saftig und die Soße würzig! Ich muss mir da leider selber auf die Schulter klopfen, dass das so gut schmeckt (und wirklich sehr sehr sehr nahe an die Tapas vom Spanier herankommt!) - und habe zum Glück noch eine winzig kleine Portion nur für mich übrig!

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und Start ins Fast-Wochenende!
Lasst es euch gut gehen!



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Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse - Tag 2

Mein Samstag auf der Leipziger Buchmesse begann eher grummelig. Draußen pfiff der Wind, in meinem Kopf schrie es nach Aspirin und auf der Messe riefen gefühlte 983722947292 Besucher durcheinander.. "Gerdaaaaaaaaaaa hast du das XY-Buch da geseeeeeheeeen?!" Nein. Hatte die liebe Gerda anscheinend nicht.
Damit ihr euch mal ein Bild machen könnt (und um es mit dem Post von Tag 1 zu vergleichen), so sah es am Samstag auf der Buchmesse aus:


Ein Geschiebe und Gedrängel, das ging gar nicht. Die Röhren waren immer nur in eine Richtung geöffnet und wenn man Pech hatte, musste man einmal ganz außen rum laufen, um von Halle x zu Halle y zu kommen! Nun ja - alt eingesessene Buchmessehasen meiden den besucherstärksten Tag ja nicht ohne Grund - aber ich hatte einen guten, trotzdem am Samstag gegen die Massen anzukämpfen! 
Um 14 Uhr sollte nämlich das Bloggertreffen von Lovelybooks und dem Bastei Lübbe Verlag stattfinden - und Sonya Kraus ihr neues Backbuch vorstellen, zusammen mit Jessi von Törtchenzeit (<- Klick!)!

Also schob ich mich eine Stunde lang durch die Hallen und konnte gerade mal zwei Bilder verknipsen von dem interaktiven Kinder-Vorlese-Stand-mit-Handpuppe. Hinter dem Vorleser befand sich ein Bildschirm mit Ausschnitten zur gerade 'laufenden' Geschichte und die Handpuppe warf hier und da auch noch ihre Gedanken in den Raum (und sie blinzelte dabei sogar!). Fand ich eine prima Idee!


Dann endlich war die Zeit gekommen und ich konnte mich fernab vom Messe trubel ins CCL schleichen und dort im großen Saal Nummer 2 Platz nehmen. Vorne waren schon Cupcakes und Cakepops aufgebaut und Sonya und Jessi standen für Fotos mit ihrem Buch bereit (wurde natürlich sofort ausgenutzt!)



Nach einer kurzen Begrüßung durch Karla Paul von Lovelybooks durften die beiden dann auch das Mikro in die Hand nehmen und etwas zu Törtchenzeit (ja - das Buch heißt wie der zuckersüße Blog!) erzählen. Ich kann nur noch einmal sagen, dass sowohl Sonya als auch Jessi unglaublich sympathisch, bodenständig und cool rüber kamen. Mir als (wohl einzige) Foodbloggerin unter den ganzen Buchbloggern im Saal hätten sie ruhig noch stundenlang ein Ohr abkauen dürfen - aber leider mussten sie dann auch schon weiter zu ihren nächsten Terminen.



Ich konnte mir davor noch schnell ein Bild mit Jessi sichern und hab mich wie ein Schnitzel über ihre lieben Worte gefreut!



Kurz Pause und schon ging es weiter mit einer kleinen Podiumsdiskussion. Leider war das Podium nicht wirklich vorhanden und schon ich in der dritten oder vierten Reihe hatte keine Chance, überhaupt etwas zu sehen. Es ging hauptsächlich um den Umgang mit Buch- und Literaturbloggern, aber auch umgekehrt mit Verlagen und Autoren beim Bloggen über Bücher. Dafür hatten sowohl drei Literaturblogger, als auch eine Verlagsmitarbeiterin von Bastei Lübbe, Autor Kai Meyer und Karla Paul von Lovelybooks als Moderatorin Platz genommen. 

Nach der Diskussion durften wir uns dann sowohl über die Cupcakes, als auch über zwei große Goodie Bags hermachen! Und von Lotta bekam ich sogar noch ein weiteres Buch geschenkt, so dass ich diesmal tatsächlich vollgepackt mit Büchern nach Hause gehen durfte! Ein Traum!

Ihr könnt sehen, dass die Goodie Bags wirklich proppenvoll waren - und als kleine Kochbuchfetischistin freute ich mich natürlich am meisten über das Törtchenzeit-Backbuch, in welchem ich schon viel zum Nachbacken markiert habe!

Ich hoffe, der kleine Einblick in die Buchmesse & Bloggertreffen hat euch gefallen - macht euch noch einen wunderbaren Tag! ♥



Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse - Tag 1

Man mag es kaum glauben, aber ich lese nicht nur Kochbücher! Mein schon jetzt riesiges Bücherregal platzt aus allen Nähten und in nächster Zeit muss ich wohl anbauen, bei so vielen tollen neuen Büchern, die ich auf der  Leipziger Buchmesse gesehen und angelesen habe!


Der erste Tag begann mit wunderschönem Sonnenschein und haufenweise Schulklassen in der S-Bahn zur Buchmesse. Zusammen mit Fräulein J. stand ich also schon kurz nach 10 auf der Matte und nach dem wir unsere Jacken an der Garderobe abgegeben hatten, entschieden wir uns als erstes für einen Blick in die Manga Comic Convention, solange man dort noch einen Fuß vor den anderen setzen konnte!

Es gab unheimlich viele Stände mit Krimskrams, Merchandise, Kostümezubehör, Kuscheltieren und..und..und.. eben alles, was einem Manga-/ Comic-/ Cosplay-Fan das Herz höher schlagen lässt. In einem kleinen Workshopbereich konnte man zum Beispiel Onigiri nähen und in einem vom Besucherstrom abgegrenzten Raum gepflegt ein paar Animes schauen. Ein kleines Highlight der Halle 1 war für mich der Japanische Teegarten und der Stand mit den Bentos (auch wenn ich leider nur Fotos vom noch halb leeren Stand habe) - hier konnte man später Leib und Seele verköstigen ;)



Weiter ging es in Halle 3, denn hier warteten die ersten Koch- und Backbücher auf uns (okay - sie warteten auf mich, aber Fräulein J. hat auch gerne mal hineingestöbert!)
Am Stand des Kosmos-Verlags hatte es mir vor allem das Buch Mein Küchenbalkon angetan, sowie das Fingerfood-Kochbuch. Eine nette Verlagsmitarbeiterin versorgte mich dann auch gleich mit dem aktuellen Katalog, so dass ich zu Hause nun noch mal in Ruhe stöbern kann!



Auch vom Verlagshaus Random House (auf das ich später noch einmal zurückkomme) waren einige Bücher vertreten, um die ich nicht herum kam.
Süße Überraschungen, Soul Food und (mein Favorit der ganzen Messe) Balagan! wanderten auf die Merk- und Wunschliste.



Beim Umschau Verlag konnte man nicht nur einen Blick in das wunderbare Buch What Katie ate werfen, was auf vielen Blogs ja schon (zurecht) gehypt wird, sondern auch in einen weiteren, neu erschienenen Schatz: Daylicious von den fünf wohl süßesten Bloggermädchen des Foodbloggeruniversums.



Becker Joest Volk war natürlich mit allerlei Attila Hildmann-Ausgaben vertreten, hier reizte mich allerdings das Kochbuch Deftig Vegetarisch (oben links) eindeutig mehr!



Das Glanzstück zum Abschluss in Halle 3 (zumindest, was die Kochbücher anging), war für mich der Stand des Vemag bzw. Edition Fackelträger Verlag. Ihr erinnert euch vielleicht noch an die Rezension von Candy, Toffee, Schokotrüffel (<- Klick!)? Neben diesem Zuckerstück gab es noch einen ganzen Stapel an neuen Büchern, denen ich am liebsten gleich ein neues zu Hause geben würde! Was haltet ihr zum Beispiel von Frozen Pops oder Die fabelhafte Welt des Popcorns? Hammer!
(So 'hammer', dass es mich am Stand gleich mal beinahe hingelegt hat - tja.. da übersieht man einmal eine Stufe und schon huuuuuppsss!)


In Halle 5 wollten wir uns eigentlich einen Vortrag von Bernhard Hoëcker zum Thema Geocaching anhören, allerdings war die 'Arena' so voll, dass wir nicht mal eine Zipfel seines fast kahlen Kopfes hätten erhaschen können. Sehr schade.

Weiter ging es in Halle 4, wo wir uns am Stand von Rannenberg & friends mit wunderschön gestalteten Kladden eindeckten und in Halle 2, wo Fräulein J. nach Lust und Laune in zukünftigen Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien wühlen durfte! Danach haben wir uns erst einmal einen Hot Dog gegönnt und eine kurze Pause eingelegt - bei welcher wir durch Zufall das liebe Fräulein M. trafen, die ich seit meinem Auszug aus Chemnitz nicht mehr gesehen hatte!


Danach ging es für uns zurück in die Halle 3 für drei verschiedene Lesungen: Franziska Wolffheim las aus ihrem neuen Buch Zweistein oder das Brummen der Welt von einem philosophischen Kater (der Fräulein J. und mir leider so gar nicht philosophisch vorkam) und Joachim Gneist, ein pensionierter Mediziner, aus Einmal Koma und zurück - sehr spannend! Doch dann kam das, worauf wir eigentlich gewartet hatten - die Lesung von Arno Specht und Uwe Schimunek aus Geisterstätten Leipzig: Vergessene Orte. Urban Exploration der feinsten Art! Ich muss euch glaube ich nicht erzählen, dass das Buch danach wegging, wie warme Semmeln. So interessant und vor allem so 'nah'. Die beiden boten am Samstag dann auch noch Lesungen 'vor Ort' an - man konnte mit ihnen also sogar die Geisterstätten erkunden!



Nach den Lesungen (und sechs gehaltvollen Stunden) verabschiedete ich Fräulein J. und ruhte mich für ein Stündchen noch kurz aus, ehe dann gegen 17 Uhr das Bloggertreffen des Random House Verlags losging!
Ich hatte mich im Vorfeld mit Henriette von Lanis Leckerecke verabredet (die liebe Franziska von Dynamite Cakes war so lieb, uns beiden ihre Einladung weiterzureichen - DANKE DIR!) und trudelte dann kurz vor fünf am Verlagsstand ein.
Wir waren zwar die einzig beiden Foodblogger, fanden aber wahnsinnig schnell Anschluss. So sprachen uns gleich Jasmine von Jasmine's Blog und Lisa von Lottas Bücher an - angelockt von Henriettes zuckersüßem Babyspatz!


Um 17 Uhr wurde die Veranstaltung dann eröffnet - wir hatten nun eine Stunde Zeit, uns mit den verschiedensten Autoren (22 an der Zahl und mit grünem Button versehen) und Mitarbeitern (die, mit dem pinken Button) von Random House zu unterhalten.


Henriette und ich kamen auch sogleich mit Falko Löffler und Daniel Wolf aka. Christoph Lode ins Gespräch. Die beiden hatten ihre neuen Bücher im Gepäck - Bin ich blöd und fahr in Urlaub (Löffler) und Salz der Erde (Wolf) - von denen ersteres so exklusiv ist, das es noch nicht mal erschienen war ;)
Die beiden waren unglaublich sympatisch und schnell drifteten wir zu weniger literarischen Themen ab. 
Boris Koch, Autor von Vier Beutel Asche, schoss dann sogar noch ein Bild von uns vieren - und wurde als Dankeschön noch eingehend zu seiner Veröffentlichung befragt (unheimlich interessantes Buch - gibt einem wirklich zu Denken!). 



Ich stahl mich kurz davon, um Fotos der 'Crowd' zu machen und als ich wiederkam, sah ich Henriette im Gespräch mit einer hochschwangeren Dame. Erst später stellte sich heraus, dass es sich dabei um Rebecca Martin, das deutsche Pendant zu Kate Morton und Katherine Webb, handelte. Ihr Buch Der entschwundene Sommer stahl sich still und leise an die Spitze meiner Wunschliste - fällt er doch genau in mein Lieblingsgenre hinein (Roman über ein tragisch spannendes Familiengeheimnis...).

Um 18 Uhr wurde das Bloggertreffen dann von der Durchsage einer Messemitarbeiterin beendet, die die Schließung der Messe für den heutigen Tag ankündigte. Wir verabschiedeten uns brav und ich machte mich mit zutiefst schmerzenden Füßen und Schultern auf zur S-Bahn, in der ich (wie in einer Sardinenbüchse) zurück nach Hause fuhr... wie sollte ich nur den nächsten Tag überleben?!

(Teil 2 folgt bald!)


Vegane Kirsch-Brownies mit Rotweinganache & rosa Pfeffer

Die veganen Kirsch-Brownies aus der Lecker Bakery waren auf unserer Geburtstagsfeier so der Renner, dass ich sie für dieses Wochenende gleich noch einmal backen musste. Gestern Abend stieß ich dann auf diese wunderbare Kombi aus (Cranberry-)Brownie mit Rotweinganache und rosa Pfeffer (<- Klick!) von Sonja bei The Whitest Cake Alive und wusste - das MUSSTE ich ausprobieren.

Da aber natürlich vegane Brownies mit einer normalen Ganache nicht mehr vegan sind, habe ich versucht, die Rotweinganache soweit zu veganisieren, wie es mir möglich war. Rotwein an sich ist nämlich nicht vegan und wer sich (anders als ich) von Grund auf vegan ernährt, greift beim Ganache-Rezept bitte auf ausgewiesene, vegane Weine, wie den Bordeaux Rouge oder den Dornfelder von Alnatura zurück (danke Jörg für die Tipps!)
Wer aber (wie ich) sonntags plötzlich Lust auf Rotweinganache hat, kann getrost auch den normalen Wein nehmen ;)



Das Brownierezept aus der Lecker Bakery habe ich ebenfalls etwas nach meinen Vorstellungen, was Zutaten und Vorgehensweise angeht, abgeändert. So kommen bei mir zum Beispiel die festen Zutaten zu den flüssigen und nicht andersherum - denn sonst hat man lauter Mehlklumpen im Teig ;)
Alle Änderungen sind wie immer gekennzeichnet!

Vegane Kirsch-Brownies mit Rotweinganache und rosa Pfeffer


Was ihr braucht

für eine Fettpfanne oder tiefes Backblech (32x39cm)


für die Brownies

  • 250 ml Sonnenblumenöl + etwas zum Einölen
  • 1 Glas Kirschen (720 ml)
  • 250 ml Mandelmilch (original: Sojadrink)
  • 50 ml Zuckerrübensirup (original: 250 ml Ahornsirup)
  • 600 g Mehl + etwas zum Ausmehlen
  • 250 g Zucker
  • Mark einer Vanilleschote (original: 2 Päckchen Vanillezucker)
  • 100 g Backkakao
  • 2 TL Natron
  • 2 TL Backpulver
  • optional: 200 g (Zart-)Bitterschoki, eine Hand voll gefrorene Himbeeren

für die Ganache
  • 150 g Zartbitterschokolade
  • 100 ml Mandelmilch
  • 1 EL Rotwein
  • rosa Pfeffer, leicht gemahlen

Wie ihr es macht

1 Heizt euren Backofen auf 180° vor.
Lasst eure Kirschen abtropfen und fangt den Saft dabei auf. Vermischt diesen mit dem Sonnenblumenöl, der Mandelmilch und dem Zuckerrübensirup. In einer großen Schüssel vermengt ihr alle trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Backkakao, Natron, Backpulver) und gießt vorsichtig eure Flüssigkeit hinzu. Zusammen mit dem Mark der Vanilleschote wird nun alles gut verrührt. 

Zum Schluss werden die Kirschen, sowie (wenn ihr wollt) die Zartbitterschoki (in kleinen Stücken) und die Himbeeren unter den Teig gehoben.

2 Ölt euer Backblech ein und mehlt es aus. Verteilt den Teig gleichmäßig darauf und schiebt es dann für 30 Minuten in den Ofen.

3 Für die Ganache hackt ihr die Schokolade klein und gebt sie in eine kleine Schüssel. Erhitzt dann die Mandelmilch bis kurz vor den Siedepunkt und gießt sie über die Schokolade. Lasst alles kurz stehen und rührt dann fleißig um. Ist die Masse etwas abgekühlt, nehmt ihr einen Esslöffel ab und verrührt ihn mit dem Rotwein. Gebt alles wieder zur Schokoganache und rührt es unter. 

4 Beträufelt eure geschnittenen Brownies mit der Ganache und bestreut sie mit dem rosa Pfeffer - wem die Kombi zu gewagt ist, kann auf den Pfeffer auch verzichten - aber ja nicht auf die Rotweinganache!

Fertig ♥





Was soll ich euch sagen - auch wenn Sonja das Wort absolut so gar nicht mag - die Brownies in der Kombi sind der regelrechte Foodporn! ;)
Ich kann euch leider nicht sagen, wie gut die Brownies mit Cranberrys schmecken - aber wenn sie auch nur halb an diese hier mit Kirschen und Himbeeren herankommen.. mein lieber Scholli!

Ich glaube, mittlerweile habe ich wirklich MEIN ultimatives Brownierezept gefunden. Der Teig ist wunderbar saftig, nicht zu süß (dank Zuckerrübensirup und Backkakao) und man kann mich für verrückt halten, aber ich finde, die Mandelmilch gibt ihm noch das gewisse Etwas ;)
Die Rotweinganache passt wunderbar dazu (ok ich gestehe - ich habe etwas mehr Rotwein im Verhältnis zur Schoki-Milch reingemacht ;)), der etwas herbe Rotwein ergänzt die süßsauren Himbeeren und der rosa Pfeffer ist das 'WOW' im Mund.
Danke danke Sonja für diese Geschmacksoffenbarung!




Ich werde mich jetzt mit den Brownies in den Park verdrücken - und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen!
Macht euch noch einen wunderschönen Sonntag!


Schoko-Torte mit Erdnuss-Krokant aus der Sweet Dreams


Heute zeige ich euch endlich unseren zweiten Geburtstagskuchen, denn am 1. Maerz haben wir groß gefeiert! Ich entschied mich schlussendlich für die Schoko-Torte mit Erdnuss-Krokant aus der Sweet Dreams vom November / Dezember 2013. Ich muss sagen, dass mich die Torte nicht wirklich überzeugt hat - zum einen waren die Schritte im Rezept manchmal wirklich uneindeutig, zum anderen war der Geschmack nicht gerade die Bombe. 
Zum Glück hatte ich noch die (veganen) Kirsch-Brownies aus der letzten Lecker Bakery dazu gebacken - die wurden mir nämlich direkt vom Blech weggerissen ;)

Aber heute dreht es sich erstmal um die Torte!

Entschuldigt die Handybilder - ich nehme ungerne meine Kamera mit auf Partys und die Torte habe ich erst am Tag der Feier gemacht und hatte dann keinen Nerv mehr für schöne Bilder ;)




Schoko-Torte mit Erdnuss-Krokant

nach Sweet Dreams

Was ihr braucht


für die Böden

  • 200 g Mürbeteig
  • 100 g weiche Butter
  • 125 g Zucker
  • 3 Eier
  • 100 g flüssige Zartbitterschoki
  • 50 g grob gehackte Kakaobohnen
  • 110 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 15 g Kakaopulver zum Backen
für Krokant, Füllung und Glasur
  • 250 g Zucker
  • 150 g geröstete Erdnüsse ohne Salz
  • 100 ml Rotwein
  • 80 g Sahne
  • 30 g Butter
  • 150 g gehackte Zartbitterschoki
  • 4 EL Himbeerkonfitüre
  • 150 g Zartbitterkuvertüre
  • 1 TL Öl

Wie ihr es macht

1 Heizt euren Ofen auf 180° vor und rollt den Mürbeteig so aus, dass er in eine Springform von 18 cm Durchmesser passt. Backt ihn dann blind* für 15 Minuten im Backofen, danach auskühlen lassen und aus der Form lösen.

* Blindbacken bedeutet mit Backpapier und Hülsenfrüchten beschwert. Im Originalrezept stand nichts dergleichen und ich hatte große Bedenken, dass der Teig dann einfach aufgeht (er soll ja flach bleiben!) - erster Minuspunkt.

2 Die Butter für die Böden mit dem Zucker schaumig schlagen, dann die Eier und die geschmolzene Schoki unterziehen. Mehl, Backpulver und Kakaopulver mischen und mit den Kakaobohnen unterheben. Den Teig in einer mit ausgefetteten Springform (auch 18 cm Durchmesser) bei 180° 35-40 Minuten backen.

3 Für den Erdnusskrokant 150 g Zucker goldbraun zerlassen, dann die Nüsse unterrühren und alles auf einem Stück Backpapier verteilen, aushärten lassen und in Stücke brechen.
Anmerkung: Im Rezept stand einfach nur "Nüsse unterrühren, erkalten lassen." Natürlich darf man das nicht in der Pfanne erkalten lassen - das bekommt ihr sonst nicht wieder raus... zweiter Minuspunkt

4 Für den Rotweinsirup den restlichen Zucker (100 g) mit 200 ml Wasser aufkochen lassen, den Wein einrühren und alles auskühlen lassen.

Anmerkung: Bei mir was das kein Sirup sondern einfach nur eine sehr süße Weinmischung. Aber sie schmeckt .. also nur ein halber Minuspunkt!

5 Jetzt kommt das beste - im Rezept stand: Für die Ganache Sahne und Butter aufkochen, Schokolade darin schmelzen. 

So - wer schon mal Ganache als Füllung (also als feste Masse) zubereitet hat, weiß, dass das so noch nicht passt. Denn das ergibt einfach nur eine flüssige Masse. Wichtig ist hierbei: Lasst die Ganache richtig auskühlen (eigentlich am besten über Nacht - zur Not schnell im Gefrierfach) und schlagt sie dann als Füllung mit eurem Handrührgerät schön auf. Sie wird immer heller und schön fest - dann ist sie fertig!

6 Nun schneidet ihr euren vorgebackenen Boden zwei mal waagerecht durch. Beträufelt alle mit 2 EL Sirup und bestreicht dann zwei Böden mit der Ganache, wobei ihr auf beiden je ein Drittel der Krokantstücke verteilt. Bestreicht euren Mürbeteig mit der Himbeerkonfitüre, setzte beide Ganacheböden darauf und zum Schluss den unbestrichenen Boden. Schmelzt eure Kuvertüre und überzieht die Torte damit - ist die Kuvertüre fast erkaltet, streut ihr den restlichen Krokant drauf!
Anmerkung: 150 g Kuvertüre haben bei mir nicht mal für den halben Kuchen gereicht - vielleicht habe ich sie einfach zu dick aufgetragen..

Fertig

Wie ihr seht, war ich nicht gerade begeistert von der Zubereitung und konnte öfters mal nur den Kopf schütteln, über die wirklich unvollständigen Anleitungen. Ich denke mir dann immer, was wohl jemand macht, der wirklich noch nicht sooft gebacken hat und dem Rezept 1:1 folgt. Der Arme...
Geschmacklich war es auch keine große Erleuchtung, einzig den Rotweinsirup werde ich noch mal machen (und mehr einkochen lassen), denn der hat mich begeistert!

Vielleicht hattet ihr ja auch schon mal so einen Torten-Gau und wart am Ende enttäuscht von eurem Rezept - ich wünsche euch trotzdem noch einen tollen Tag!