Herziges für meinen Blog: Rumkuchen - Gastpost von Meine Küchenschlacht

Last but not least kommt heute ein wunderbarer Gastpost der liebsten Stephie von Meine Küchenschlacht!
Denn auch sie greift mir während meines Umzugs digital unter die Arme und hat für meinen Blog einen oberleckeren Rumkuchen zum damit 'rumkuchen' gebacken ;)
Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit dem tollen Rezept!


Vor knapp zwei Wochen hat mich eine meiner liebsten Blog Kolleginnen angeschrieben, ob ich nicht Zeit & Lust hätte für Sie einen Gast Beitrag unter dem Motto: "Zuhause is(s)ts am schönsten!zu schreiben ?!
Bei so einer Anfrage, von meiner lieben Liv, die noch dazu so schön formuliert war, konnte ich unmöglich Nein sagen.
Doch ich gestehe!
Meine Familie und ich sind, was alte, gut behütete Familien Rezepte angeht eher kulinarische Kunstbanausen.
Und essen eher sehr, sehr langweilig.
Kein Rezept hat es weiter als eine Generation geschafft.
Die Rezepte, die mich wirklich an zu Hause erinnern wo mein Dad, meine Mutter & ich zusammen geschlemmt haben, sind ganz und gar nicht für eine Veröffentlichung gedacht und würden wohl wirklich den allerwenigsten Menschen, außer uns, schmecken.
Doch nach einige Tagen des Nachdenkens, ist mir ein Kuchen eingefallen, über den sich meine Familie jedes mal unheimlich gefreut hat. 
Und ich ihn als sehr geheimnisvoll empfand, da ich, bis auf ein kleines Stückchen, keinen davon essen durfte.
Das ging einige Jahre so, bis irgendwann, als ich ca. 8 Jahre alt war, mich meine Oma mit in den Wäschekeller nahm, wo von diesem geheimnisvollen Kuchenglück 3 riesige Bäckerbleche voll darauf warteten, aufgefuttert zu werden.
Heute weiß ich, das ich den Kuchen nicht essen durfte, weil es ein Rumkuchen ist, bei dem meine Familie mit Rum nicht gegeizt hat und er daher seinem Namen alle Ehre macht.
Ich bekam nur ein kleines Eckstückchen, wo nicht all zu viel Rum war.
Dieser Kuchen stammt in der Tat aus unserer Familie, allerdings aus dem Teil, der als Deutschland damals getrennt wurde, in dem Teil verblieb, der heute als die neuen Bundesländer bekannt ist.
Ganz genau aus einem sehr kleinem Dorf, welches in der groben Richtung Magdeburg liegt.

Meine Großeltern sind damals mit meiner Mutter als Baby noch auf die westliche Seite gekommen und haben sich, als einzige aus einer sehr großen Familie, ein Leben aufgebaut.
Und als ich dann, viele, viele Jahre später geboren wurde ( mein Vater stammt übrigens lustigerweise auch aus den neuen Bundesländern ) sind wir zu den zahlreichen Festen in dieses kleine Dorf gefahren. Dort gab es dann, wohl auch weil " die Westler " diesen Kuchen geliebt haben und niemand das Rezept verraten wollte, Bleche weise Rumkuchen, der auf seinen Einsatz in der Waschküche einer meiner Tanten wartete.
Als die Grenzen dann glücklicherweise öffneten und wir uns alle regelmäßig sehen konnten, wechselte dann doch irgendwann ein kleiner weißer Zettel seinen Besitzer und wir " Westler" bekamen das Rezept.





Zutatenliste
für ein Backblech


Boden

3 Eier
3 EL kaltes Wasser
150 g Zucker
60 g Mehl
60 g Speisestärke
1 TL Backpulver


Pudding

940 ml Milch
40 ml Rum
2 Päckchen Vanille Pudding
60 g Zucker


Schokoguss

250 g Kokosfett ( zB. Palmin )
40 g Kakaopulver
2 Eier
200 g Puderzucker
5 EL Rum
Rum Kekse
1 Packung Butterkekse
3 TL Kaffeepulver, Instant
2 EL heißes Wasser
8 EL Rum




Zubereitung
1. Die Eier, Wasser mit dem Zucker dick schaumig rühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und über die Eimasse sieben. Alles vorsichtig vermengen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und glatt streichen . Bei 200 Grad ca. 12 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und sehr gut abkühlen lassen.

2. Aus der Milch, Rum, Zucker und Puddingpulver nach Packungsbeilage einen Pudding kochen und diesen dann auf den Boden glatt streichen und abkühlen lassen.

3. Für die Rumkekse, die Butterkekse auf dem Pudding gleichmäßig verteilen. 
Rum, heißes Wasser und Kaffeepulver verrühren. Die Kekse damit beträufeln und mit dem Löffelrücken verstreichen. Die Kekse sollen gut getränkt sein mit der Flüssigkeit.

4. Das Kokosfett über einem Wasserbad oder langsam in der Mikrowelle schmelzen lassen. Handwarm abkühlen lassen. Puderzucker und Kakaopulver in eine Schüssel sieben. Die Eier dazugeben und mit einem Mixer alles zu einer glatten Masse verrühren. den Rum dazu geben und noch einmal vermengen. 
Nun Löffelweise ( und macht das bitte wirklich so sonst gerinnt die Schoko - Ei - Masse ) das abgekühlte Kokosfett unter ständigem Mixen mit dem Handrührgerät, zu einer dickflüssigen Schoko Creme rühren.

5. Die Schokomasse über die Butterkeks gießen und verstreichen. Mind. 3 Stunden gekühlt ruhen lassen, bevor der Kuchen angeschnitten werden kann.




Dieser Kuchen ist recht schlicht, aber absolut mit Suchtgefahr. Ich selber backe & koche eigentlich ungern mit Alkohol, aber ohne Rum wäre der Rumkuchen ja kein Rumkuchen - und würde lange nicht so gut schmecken.





Danke liebe Liv, für diese liebe Einladung und das ich bei Dir auf dem Blog schreiben durfte. Und ich hoffe das dem ein oder andern deiner lieben Leser und Dir, gefällt.


Liebe Grüße Stephie


Liebste Stephie - ich habe zu danken! Der Kuchen sieht fantastisch aus und wandert sogleich in meine Rezeptesammlung!
Ich bin wie immer total baff, was für tolle Sachen sich die lieben Mädels einfallen lassen und hier mit mir und euch allen teilen! Und wenn sie dabei noch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern wird das ganze noch herziger, denn dann merkt man mal wieder - hier steckt wirklich ein toller Mensch dahinter!

Während ihr das hier lest dürfte ich mit dem Auspacken der Kartons soweit fertig sein, dass ich nicht mehr von Papptellern essen muss - allerdings wird es noch einige Tage dauern, bis alles am rechten (oder linken ;) ) Fleck ist..
Ich wünsche euch eine wunderbare neue Woche und einen schönes Restsonntag!



Kommentare

  1. Liebe Liv,

    ich habe mich so über diese Einladung gefreut. Und wenn Du wüsstest wie happy meine Familie war das es endlich wieder einmal Rumkuchen bei uns gab :-)

    Ich hoffe das Du den größten Stress und Chaos hinter Dir hast!


    Liebe Grüße Stephie

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  2. Klingt üppig, lecker und schokoladig! Aber das beste ist der Rum! Ich weiß auch nicht, warum ich immer die Rezepte beliebäugel, die mit Alkohol sind... auwei:)

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  3. Das sieht so lecker aus =D Zum Glück feiern eine gute Freundin von mir am Wochenende Geburtstag. Ich habe also einen Grund mehr den Kuchen auszuprobieren ;)

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  4. Lustig, so ein ähnlichen Kuchen gab es zu den Geburtstagen bei uns auch oft: Biskuit mit einer Puddingschicht und obenauf Kekse in Rum ertrunken. Das Ganze umhüllt mit einer Schokoladenschicht in klassischer runder Tortenform. Jetzt will ich wieder Geburtstag haben und diesen Kuchen essen. Ich liebte ihn :-)
    Danke Stephie für die Kindheitserinnerung. Sowohl deine als auch meine ;-)
    Und Danke an Liv, für deinen Umzug und dass wir dadurch in den Genuss deiner Gastblogger und ihrer Köstlichkeiten kamen.
    Liebe Grüße, Franzi

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  5. LECKER! Ich liebe solche Kuchen!

    Liebe Grüße
    Denise

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  6. Hallo :) Der Kuchen sieht toll aus. Ich würde den gerne für eine Geburtstagsfeier machen. Wie groß ist denn das Blech, das du genommen hast? Damit ich weiß, ob ich 1 oder 2 brauche :)

    Viele Grüße
    Bine

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